Bremse und Dosierbarkeit im ID.4

  • Vor allem kann VW das ja auch. Siehe z.B. der E Up

    der E-Up verzögert automatisch bis 0 km/h? Mein E-Golf tut das nicht... Der EV6 ging, wenn ich mich recht entsinne, bis ins Autohold ohne Pedalbetätigung.

    ID.4 GTX Assi+, Komf+, AHK, WP, SWV11(3.5) ab Werk, MJ2023, Zellmodul A, bestellt 29.04.2022, ausgeliefert 27.06.2023

    e-Golf Assi+, WP, CCS, bestellt 08.10.2019, ausgeliefert 22.02.2020

  • Zurück zum Thema Bremsen:

    Bei einer Nachtfahrt auf freier Strecke hatte ich die Gelegenheit eine kleine Testreihe in D durchzuführen. Ich habe versucht, die Bremsungen gleich zu gestalten: bei 100 km/h bis zu einem Punkt langsam durchdrücken, dann Punkt halten (Haltepunkt).


    Ergebnis:

    2x mit dem Bremspedaldruck steigende Rekuperationsleistung bis fast Maximum. Gesamtverzögerungsverhalten wie erwartet.

    8x Rekuperationsleistung anfangs 10%-25%, kurze Zeit nach Erreichen des Haltepunktes schnelle Erhöhung auf 25-75%. Gesamtverzögerung mittel.

    7x Rekuperationsleistung anfangs <5%, kurze Zeit nach Erreichen des Haltepunktes etwa verdoppelt, aber meist trotzdem unter 5%. Gesamtverzögerung sehr schlecht.

    Nachdem ich inzwischen auch einen Leih-ID gefahren bin, kenne ich nun drei ID:

    2x mit dem Fehlerbild, also stark unterschiedliche Verzögerung bei gleicher Bremsung

    1x ohne das Fehlerbild, also gleiche Verzögerung bei gleicher Bremsung


    Es scheint also zumindest kein Einzelfall zu sein.

    Alle meine Akkutemperaturangaben beziehen sich auf die minimale Akkutemperatur, soweit nicht explizit anders angeben.

  • Ich verstehe nicht, wieso das Bremsverhalten des ID an dieser Stelle wieder in allen Facetten so breitgetreten und teilweise in Mißkredit gebracht wird!

    Wäre es irgendein neu auf dem Markt gekommener Verbrenner, würde keiner auch nur ein Wort darüber verlieren.


    Ich habe in meinem Leben bestimmt 100 verschieden Autos gefahren und ich kenne auch 3 verschiedene BMW, andere vielleicht Mercedes oder von mir aus auch Tesla, von denen jeder irgendwie "anders" bremst


    Wichtig ist daß die Bremsen zuverlässig funktionieren, UND DAS TUN SIE AUCH BEIM ID


    Als verantwortungsbewusster Verkehrsteilnehmer muss ich mich einfach nur bei jedem Auto neu darauf einstellen.
    Und verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer sind wir doch (hoffentlich) alle, oder ? ;)


    In diesem Sinne


    ein schönes Wochenende

    ID4 GTX bestellt 01/22

    ab 08/22 bestätigter Liefertermin 06 - 13.10.22

    ausgeliefert an Händler am 11.10.2022

    Abholung und Zulassung am 18.10.22

  • Habe ich Deinen Haltepunkt richtig verstanden: Du hältst einen bestimmten Druck auf das Bremspedal aufrecht?

    Wozu genau soll das gut sein beim Fahren?


    Solange Du nicht in den ABS Regelbereich kommst hast Du nicht ernsthaft gebremst. Bei einem Sportfahrtraining wird sehr oft in den ABS Regelbereich reingebremst.

    Dann erst merkt man wie gut eine Bremse ist. Und da auch erst nach mehreren Runden auf der Strecke. Das Bremsverhalten ändert sich da andauernd wenn die Bremse kalt, heiß, zu heiß ist.

    Mir fällt bei meinem GTX nichts besonderes auf. Der bremst immer so wie ich es erwarte.

    Etwas ungewohnt am Anfang wie jede Bremse. Aber sie packt zu wenn es notwendig ist.

    Bremse mal von 60, 80, 100, 120 auf Null und zwar voll. Nur so bekommst Du ein Gefühl was wirklich geht.

    Am Rand des Rekuperationsbereichs muss es ja Effekte geben wenn man optimal rekuperieren will. Ein Regelkreis regelt ja und das spürt man natürlich. Was sich für Dich vielleicht falsch anfühlt, fühlt sich für mich richtig bzw. normal an da ich es aus meiner technischen Sicht betrachte.

  • Ich verstehe nicht, wieso das Bremsverhalten des ID an dieser Stelle wieder in allen Facetten so breitgetreten und teilweise in Mißkredit gebracht wird!

    Es wird nicht das Verhalten "des ID" kritisiert, sondern von zwei von mir gefahrenen ID analysiert. Das des dritten war in Ordnung.


    Ansonsten wäre das alles nicht so "breitgetreten" worden, wenn nicht jeder Versuch zur Klärung oder Feststellung des Ausmaßes gleich mit Schema X niedergebügelt würde:

    - "Bei meinem geht es, darum müssen alle ID fehlerfrei sein."

    - "Du bist unfähig, das richtig zu bedienen und/oder die technischen Hintergründe zu verstehen."


    Ich gestehe jedem zu, dass er schreibt, dass ein Fehler beim ihm nicht auftritt. Das ermöglicht, das Ausmaß (Einzelfehler, kleiner Serienfehler, großer Serienfehler, ..) zu erkennen. Daraus aber Schlüsse auf andere ID oder der Fähigkeiten zur Bedienung oder dem Verständnis zu tätigen ist falsch und unnötig. Als jemand mit einer Häufung von "kleineren" Problemen, der aber im Großen und Ganzen mit dem ID zufrieden ist und sich auch wieder einen holen will reagiere ich allerdings inzwischen allergisch auf die regelmäßigen Versuche Einzelner, jedes "bei mir auch" mit wertfreien Berichten und Analysen auf die persönliche Ebene zu ziehen.

    muss ich mich einfach nur bei jedem Auto neu darauf einstellen.

    Bei meinem musst du dich aber bei jeder einzelnen Bremsung in D vollkommen umstellen.

    Die Konsequenz für mich war und ist: kein Fahren in D. Damit lebe ich, bis das Leasing abläuft und hoffe, das das Problem bei meinem neuen ID nicht mehr auftritt.


    Habe ich Deinen Haltepunkt richtig verstanden: Du hältst einen bestimmten Druck auf das Bremspedal aufrecht?

    Wozu genau soll das gut sein beim Fahren?

    Es war ein Test auf freier Strecke, um Vergleichbarkeit herzustellen. Aber auch außerhalb mache ich das regelmäßig. Ich fahre im Jahr ca. 30.000--40.000 km mir meinem ID und ca. 20.000 mit verschiedenen anderen Fahrzeugen. Außer beim ID in D schaffe ich es immer nach kurzer Eingewöhnung an ein neues Fahrzeug den Bremspunkt zu finden, bei dem ich am z.B. an der Kreuzung ziemlich genau die Geschwindigkeit habe, die ich dort haben will, ohne dass ich nachregeln muss. Das heißt ich trete bei Annäherung an die Keuuzung die Bremse bis zu dem "Haltepunkt" und da bleibt die Bremse dann bis kurz vor der Kreuzung.


    Solange Du nicht in den ABS Regelbereich kommst hast Du nicht ernsthaft gebremst. Bei einem Sportfahrtraining wird sehr oft in den ABS Regelbereich reingebremst.

    Dann erst merkt man wie gut eine Bremse ist.

    Genau der gleiche Fehler, den die Werkstatt auch macht. Auf dem Bremsenprüfstand Vollbremsung und sagen: geht doch alles.

    Es geht aber nicht um die Bremse, Es geht um fehlende Rekuperation im Modus D bei leichter bis mittlerer Betätigung der Bremse. Die mechanische Bremse im Allgemeinen und deren Vollbremsung im Besonderen geht, sonst würde er bei meinem Fehlerbild möglicherweise manchmal gar nicht verzögern.


    Mir fällt bei meinem GTX nichts besonderes auf. Der bremst immer so wie ich es erwarte.

    Gut für dich. Bestreite ich nicht. Wo ist die Relevanz für mein Fahrzeug und andere, die das Problem auch haben?

    Was sich für Dich vielleicht falsch anfühlt, fühlt sich für mich richtig bzw. normal an da ich es aus meiner technischen Sicht betrachte.

    Wann genau bist Du meinen gefahren?

    Alle meine Akkutemperaturangaben beziehen sich auf die minimale Akkutemperatur, soweit nicht explizit anders angeben.

  • Nachdem ich inzwischen auch einen Leih-ID gefahren bin, kenne ich nun drei ID:

    2x mit dem Fehlerbild, also stark unterschiedliche Verzögerung bei gleicher Bremsung

    1x ohne das Fehlerbild, also gleiche Verzögerung bei gleicher Bremsung


    Es scheint also zumindest kein Einzelfall zu sein.

    Ja, ich hatte auch einen Leih-ID5, mein Autohaus ist da so nett. Und dort war die Bremsleistung so wie ich es erwarte. Warum da bei meinem neuen ID5 GTX so ein "Loch" ist, kann ich nicht nachvollziehen. Der 9 Jahre alte E-UP bremst auch wie erwartet, aber beim ID5 GTX ist das kein gutes Gefühl, wenn man zur Ampel hin verzögert und dann beim weiteren Bremspedaldruck erst einmal ein gewisses "Loch" vorhanden ist. Ich hab das in D und auch in B probiert, es ist ein identisches Verhalten.

    Und um die eierige Diskussion bezüglich Tesla zu beenden: Ich habe das Model3 gefahren und nichts verändert, die Bremsleistung ist bestens, auch das ModelY durfte ich probieren, hatte auch keine Einstellungen vorgenommen, Bremsleistung o.k. Mein 6 Jahre altes ModelX benutzte grundsätzlich die fest eingestellte Rekuperation, die man auf "leicht" und "normal" einstellen konnte, die Bremsleistung war wirklich sehr gut, so lange der SoC nicht über 95% war. Dass dies Rekuperation bei Model3 und ModelY anders geregelt sein sollte, kann ich mir nicht vorstellen.

    Aus dem Grund meine ich, dass das mit der Bremsleistung beim ID5 GTX besser gehen sollte.

  • …….Warum da bei meinem neuen ID5 GTX so ein "Loch" ist, kann ich nicht nachvollziehen

    ist mir bei unserem GTX auch schon ein paar mal aufgefallen, ich bin jedesmal erschrocken und habe instinktiv noch fester gedrückt.

    Ist wirklich ein komisches Verhalten.

    Grüße

  • Unser ID.3 macht sowas auch sporadisch. Ist schon ein wenig unangenehm, wenn man auf ein stehendes Fahrzeug zurollt und plötzlich mehr Bremsdruck aufbauen muss, weil die Bremsleistung sich unerwartet verhält. Zu einer gefährlichen Situation ist es aber noch nie gekommen, ich halte das "Problem" - soweit ich es bei mir beobachte - auch für in allen Fällen beherrschbar.

  • Ich hab das Gefühl, dass das Loch beim Übergang von Rekuperation zu mechanischer Bremse auftritt, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, am Anfang habe ich mich darüber auch erschrocken. Erinnerte mich an meinem Fiat Panda vor 30 Jahren, wenn man mit gezogenem Choke runtergeschaltet hat, da hat er beschleunigt statt zu bremsen.

  • Bei meinem ID.3 habe ich seit Software 3.2 manchmal folgendes festgestellt (mit 2.3 war es mir nicht aufgefallen):

    Wenn ich in D fahre und den Fuß auf dem Fahrpedal habe und dann schnell auf das Bremspedal wechsle, also in kurzer Zeit das Fahrpedal loslasse und dann das Bremspedal relativ leicht (und auch relativ langsam) drücke, dann setzt zunächst nur eine sehr geringe Rekuperation ein, die dann aber nach etwa 1 Sekunde deutlich ansteigt, auch ohne das Pedal deutlich stärker zu drücken (ein ganz klein wenig stärker vielleicht schon).

    Wenn ich vorher ein paar Sekunden in D gesegelt bin, dann hab ich diesen Effekt noch nicht beobachtet.

    Ich glaube aber, dass es auch aus dem Segeln heraus schon aufgetreten ist, wenn ich das Bremspedal sehr schnell drücke - auch wenn ich es nicht sehr stark drücke und gar nicht stark bremsen will.


    Ich hab mich dran gewöhnt, und der Effekt war bei meinem ID.3 noch nie so krass, dass es mir gefährlich erscheint.


    Meine Vermutung:

    Der ID erwartet bei einem schnellen Wechsel vom Fahrpedal auf das Bremspedal eine Gefahrenbremsung, also eine stärkere Bremsung mit Hilfe der mech. Bremse, und verzichtet daher erst mal auf eine deutliche Rekuperation, weil das für eine Gefahrenbremsung vielleicht besser ist.


    Ihr könnt ja mal probieren, ob es bei Euch auch davon abhängt, wie schnell ich die Pedale wechselt oder drückt.

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  • Ich kann es so zu 99% immer reproduzieren:

    - Auto segelt in D vor sich hin

    - Eco-Assist bremst durch Rekuperation, z.B. wegen Kreisverkehr oder stehender Autos vor einer Ampel

    - Wenn ich jetzt auf die Bremse steige, weil mir das Auto zu schnell ist, setzt die Verzögerung für ca. eine Sekunde aus, dann bremst er wieder.

    Wie gesagt, hab mich daran gewöhnt, aber seltsam finde ich es trotzdem.

  • So erlebe ich das auch und habe mich darüber gewundert. Deine Erklärung ergibt aber Sinn.

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