Verursacht die Elektromobilität einen zu hohen Strombedarf

  • Stammt der Strom im Vorjahr vor allem aus erneuerbaren Energiequellen liegt dieses Jahr die Kohle mit ca. 29% vorne :(


    Verursacht die Elektromobilität den zunehmenden Strombedarf?


    Hier hört man auch des Öfteren ich beziehe bzw fahre ausschließlich mit Ökostrom.

    Individuell betrachtet super, nur global betrachtet fehlt der Ökostrom für den Energiegrundbedarf.


    Jetzt noch eine gewagte These diese sicherlich zur Diskussion führt:

    Ein E-Auto Besitzer muss mind. 50% seines Energiebedarf aus der eigenen PV-Anlage beziehen so lange die regenerativen Energien noch Mangelware sind!


    Dadurch wird der Energieverlust und der CO2 Ausstoß durch aufwendige Transformationsprozesse reduziert und somit der zu erzeugende Energiebedarf durch Kernkraft und Kohle.


    Umkehrschluss: Ohne Zugang zu einer PV-Anlage bedeutet dies ich fahre die nächsten Jahre weiterhin Verbrenner bis der Anteil von Kohle und Co gegen Null geht.


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  • Naja. Schau dir das Frühjahr mal an. Trübe und wenig Wind. Mit den Elektroautos hat das wenig zu tun.

    Na klar eine Elektroauto verbraucht ja auch keinen Strom ;)

    Wo kommt den Deiner Meinung nach der höhere Strombedarf in den nächsten Jahren her?


    Oder fahren wir alle E und brauchen weniger Strom :/

    Hinzu kommt noch der Trend in Neubauten zu Wärmepumpen diese in den Sommermonaten wirtschaftlich arbeiten und im Winter ohne Alternativheizung, diese bei Neubauten aufgrund Kostengründen eingespart wird, einen deutlich höheren Strombedarf haben.


    Wenn dann die Bauten 30 Jahre alt werden und die Isolierung nachlässt wird es noch katastrophaler.


    Dito beim E, Akku lässt nach, muss öfters Laden aber der Strom kommt ja aus der Steckdose,…


    Dies ist genau die Denkweise ich Kauf mir ein E Auto und bin dadurch auf dem Ökotrip.

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  • Die These funktioniert aber nur unter gegenwärtiger Betrachtung und unter der Prämisse, dass der Strom nicht zunehmend sauberer wird. Diese soll letztendlich E-Autos ökologisch schlechter darstellen als sie es sind.


    Fakt ist, es gibt keinen reinen Ökostrom, wenn du ihn nicht selbst auf dem Dach produzierst und direkt verbrauchst. Es gibt aber auch keinen reinen Kohlestrom. Aus der Steckdose kommt Graustrom und der ist für jeden Verbraucher auf Jahr gesehen ca. 50% regenerativ. Ich kann nicht behaupten, wenn ich zur Hauptlastzeit um 18:00 Uhr meinen Fernseher anschalte, dass der nur auf Kohlestrom läuft, weil für die Nextnews z.b. extra ein Kohlekraftwerk hochgefahren wird. Hier geht es um eine gesamtheitliche Betrachtung der CO2-Last des deutschen Energiemix.

    Außerdem wird die Ökologie des Stroms durch den CO2-Zertifikatehandel an der Strombörse bestimmt. Pluspunkt E-Autofahrer: Wir wollen auch an der Autobahn Ökostrom tanken und die Ladestromanbieter müssen dementsprechend, die nötigen CO2-Zertifikate kaufen, um nachzuweisen, dass ihr Strom bilanziert CO2-frei ist.

    Die steigende Nachfrage nach Ökostrom macht den CO2-Ausstoss teurer und zwingt die Energieanbieter regenerative Quellen auszubauen. Das sieht man daran, dass Kohlekraftwerke bereits heute gut die Hälfte des Jahres Verlust einstreichen, da der Zertifikatspreis über den Grenzkosten des Stroms liegt.


    Denkt bitte immer dran: Wir befinden uns in einer Transformation. Es macht keinen Sinn am Anfang bereits als schlecht zu reden, wenn in 20-25 Jahren der Strom CO2-neutral sein wird. Irgendwann muss man auch mal anfangen und das geht nur, wenn sich die Elektromobilität weiterhin durchsetzt.

  • Ich habe und hatte, bevor ich mir den ID3 gekauft hatte, zu 100 % Ökostrom, zwar keine PV Anlage, aber immerhin. Alles Andere wäre, meiner Meinung nach auch nicht sinnvoll. E Auto ohne Ökostrom wäre für mich persönlich nicht drin. Lade im Moment zu 100 % zu Hause.

  • Die These funktioniert aber nur unter gegenwärtiger Betrachtung und unter der Prämisse, dass der Strom nicht zunehmend sauberer wird. Diese soll letztendlich E-Autos ökologisch schlechter darstellen als sie es sind.


    Denkt bitte immer dran: Wir befinden uns in einer Transformation. Es macht keinen Sinn am Anfang bereits als schlecht zu reden, wenn in 20-25 Jahren der Strom CO2-neutral sein wird. Irgendwann muss man auch mal anfangen und das geht nur, wenn sich die Elektromobilität weiterhin durchsetzt.

    Hier bin ich voll bei Dir das die These nur aktuell und hoffentlich nur noch wenige Jahre zutrifft.

    Aber wird der Strom so schnell sauber um unseren Energiebedarf decken zu können der durch die E-Mobilität zunimmt?


    Ich denke nicht das man die E-Mobilität dadurch schlecht redet, den PV und E passt perfekt nur manche sind der Meinung ich fahr E mit Ökostrom und dadurch bin ich fein raus und nicht Schuld wenn sich Bedarf der Kohleerzeugung erhöht.



    „Elektroautos fahren heutzutage de facto mit 100 Prozent Kohlestrom“, sagt IfW-Forscher Ulrich Schmidt. „Denn der Anteil erneuerbarer Energie an ihrem Stromverbrauch steht nicht zur Verfügung, um fossile Energieträger an anderer Stelle zu verdrängen, und der erhöhte Strombedarf erfordert die zusätzliche Nutzung fossiler Energieträger.“


    19.06.2020

    Aktuelle Studien, die dem Elektroauto schon beim derzeitigen Strommix eine positive Klimabilanz attestieren, vernachlässigen einen ganz entscheidenden Faktor: den steigenden Stromverbrauch. Bei einer vollständigen Umstellung auf Elektromobilität allein im deutschen PKW-Bereich würde der Strombedarf um fast 20 Prozent steigen. Im Vergleich zu einer Situation ohne Ausbau der Elektromobilität erfordert dies eine stärkere Verstromung fossiler Energieträger, wenn man davon ausgeht, dass die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in beiden Fällen gleich hoch sein dürfte. Elektroautos führen damit zu 73 Prozent höheren Treibhausgasemissionen als moderne Diesel-PKW. Der Grund: Es ist klimaschonender, mit erneuerbaren Energien den Anteil fossiler Energieträger - insbesondere von Kohle - im Strommix zu reduzieren, als damit Elektroautos zu betanken.


    https://www.ifw-kiel.de/de/pub…vorteile-von-e-autos-aus/


    Unsere Regierung wiederum (2015):

    Eine vollständig elektrifizierte deutsche Pkw-Flotte von 45 Millionen Fahrzeugen hätte einen Strombe- darf von rund 90 Terawattstunden (TWh). Dies entspricht weniger als einem Sechstel der aktuellen Bruttostromerzeugung in Deutschland. Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien be- trägt aktuell bereits rund ein Drittel. Die 2015 erzeugte EE-Strommenge von 196 TWh ist also doppelt so hoch wie der Bedarf einer komplett elektrischen Fahrzeugflotte.


    https://www.bmu.de/fileadmin/D…b_strom_ressourcen_bf.pdf

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  • Hier bin ich voll bei Dir das die These nur aktuell und hoffentlich nur noch wenige Jahre zutrifft.

    Aber wird der Strom so schnell sauber um unseren Energiebedarf decken zu können der durch die E-Mobilität zunimmt?


    Ich denke nicht das man die E-Mobilität dadurch schlecht redet, den PV und E passt perfekt nur manche sind der Meinung ich fahr E mit Ökostrom und dadurch bin ich fein raus und nicht Schuld wenn sich Bedarf der Kohleerzeugung erhöht.

    Die Transformationsprozesse hin zur CO2-Neutralität sind doch bekannt. 2030 65%, 2045 100%. Wenn es dich interessiert: Das Fraunhofer Institut hat diese Transformation hier schlüssig dargestellt und ich gehe stark davon aus, dass das in Deutschland auch so geschehen wird.


    PV auf dem Dach ist der Idealfall. Aber bedenke bitte, wenn du explizit Ökostrom einkaufst, muss dein Stromanbieter für deinen Bedarf CO2-Zertifikate einkaufen, wenn er selbst nicht reinen Ökostrom produziert. Dadurch erhöhst du indirekt den Preis für CO2 und unterstützt ebenfalls den Ausbau von reg. Energie.


    „Elektroautos fahren heutzutage de facto mit 100 Prozent Kohlestrom“, sagt IfW-Forscher Ulrich Schmidt. „Denn der Anteil erneuerbarer Energie an ihrem Stromverbrauch steht nicht zur Verfügung, um fossile Energieträger an anderer Stelle zu verdrängen, und der erhöhte Strombedarf erfordert die zusätzliche Nutzung fossiler Energieträger.“


    19.06.2020

    Aktuelle Studien, die dem Elektroauto schon beim derzeitigen Strommix eine positive Klimabilanz attestieren, vernachlässigen einen ganz entscheidenden Faktor: den steigenden Stromverbrauch. Bei einer vollständigen Umstellung auf Elektromobilität allein im deutschen PKW-Bereich würde der Strombedarf um fast 20 Prozent steigen. Im Vergleich zu einer Situation ohne Ausbau der Elektromobilität erfordert dies eine stärkere Verstromung fossiler Energieträger, wenn man davon ausgeht, dass die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in beiden Fällen gleich hoch sein dürfte. Elektroautos führen damit zu 73 Prozent höheren Treibhausgasemissionen als moderne Diesel-PKW. Der Grund: Es ist klimaschonender, mit erneuerbaren Energien den Anteil fossiler Energieträger - insbesondere von Kohle - im Strommix zu reduzieren, als damit Elektroautos zu betanken.

    Wenn du unterwegs dein Auto lädst, erhältst du Graustrom und dieser war letztes Jahr zu 50,7 % regenerativ.

    Was der gute Herr Prof. versucht zu erreichen: Wir haben bereits eine Summe X an Verbrauchern, die den Ökostrom (angeblich) komplett verbrauchen und jetzt kommt die Summe Y an E-Autos hinzu, da müssen wir selbstverständlich die KKWs anschalten, um den Bedarf zu decken, also fährt ein E-Auto auf 100% Kohlestrom. Merkst selber, dass das dumm ist oder? Diese Studie wurde auch bereits von Auke Hoekstra (einer coolsten Forscher für regenerative Energiesysteme) widerlegt.


    De facto: Du kannst jederzeit live auf electricitymap die CO2-Intensität des aktuellen Graustroms überprüfen. Das ist was an CO2 in deine Batterie kommt während du lädst.

  • Wieso soll der Stromverbrauch durch die Elektromobilzät steigen?

    Ein Diesel braucht mehr Strom als ein Elektroauto!


    Der erwiesene Verbrauch in der Rafinerie in D ist über 1,5 kWh/l Treibstoff.

    Im Umwelbericht wird der Stromverbrauch der Rafinerie veröffentlicht geteilt durch Durchsatz...

    Es gibt Studien die kommen bei Fossielen die alles einbeziehen auf über 40 kWh/100km.

    Well to wheel...


    Da wir ja alle geförderte Wallboxen haben läßt sich der Verbrauch im weiten Bereich vom Netzbetreiber regeln. Zumindest wenn es später mal eng werden sollte...

    Typ: ID.3 Pro Performance "tech" 209*10Exp6 kg*m²/s² mit Fahrradträger, 18 Zoll Stahlfelgen (Sommer und Winter), Wärmepumpe, abgeholt 23.12.

    Farbe: Makena-Türkis Metallic
    Softwarestand: 0783 30.03.21: 0792

    ID. Charger Connect (seit 30.12. läuft leise und ohne Probleme über LTE im Netz)

  • Hier die oben erwähnte Studie

    Endenergiebezogene Analyse Diesel versus Elektromobilität


    "...Werden alle oben genannten Faktoren einbezogen, so ergibt sich, dass für sechs Liter Diesel etwa 42 kWh benötigt werden. Damit kommt ein Elektroauto in der Regel 200 Kilometer weit...."

    Typ: ID.3 Pro Performance "tech" 209*10Exp6 kg*m²/s² mit Fahrradträger, 18 Zoll Stahlfelgen (Sommer und Winter), Wärmepumpe, abgeholt 23.12.

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    Softwarestand: 0783 30.03.21: 0792

    ID. Charger Connect (seit 30.12. läuft leise und ohne Probleme über LTE im Netz)

  • Hier die oben erwähnte Studie

    Endenergiebezogene Analyse Diesel versus Elektromobilität


    "...Werden alle oben genannten Faktoren einbezogen, so ergibt sich, dass für sechs Liter Diesel etwa 42 kWh benötigt werden. Damit kommt ein Elektroauto in der Regel 200 Kilometer weit...."

    Das ist aber der Bedarf für die Herstellung oder ? Der Brennwert liegt ja nochmal bei 9,8 kWh/l Hieße, über 100 kWh auf 100km. Damit fahr ich zum Gardasee.

  • in den letzten Jahren wurden in Nord Skandinavien die meisten Parkplätze rund um Einkaufszentren oder in Innenstädten, also da, wo man Kunden an locken will, mit Elektroheizungen aus gerüstet.

    Man muss sich das vorbestellen wir die Lautsprecher im Autokino. Am Parkplatz hat es eine Box (Heizlüfter) die man ins Auto hängt, während man einkauft. Kommt man zurück, ist das Auto schön warm…

    Natürlich kostet das nichts oder ist in der Parkplatzgebühr eingeschlossen (und sicher nicht verbrauchsabhängig…).

    Und natürlich ist das nicht für Elektroautos konzipiert worden, sondern für Benziner…

    Hat jemand gehört, dass es in Nord Scandinavien eine Stromknappheit deshalb gegeben hätte, oder dass zusätzliche Hochspannungsleitungen verlegt werden mussten? nein?

    wurden auch nicht!


    Schon komisch, dass aber in D wegen ein paar eAutos die Strom Apokalypse ausbrechen soll…


  • Umkehrschluss: Ohne Zugang zu einer PV-Anlage bedeutet dies ich fahre die nächsten Jahre weiterhin Verbrenner bis der Anteil von Kohle und Co gegen Null geht.


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    Ich hab im Go-Echarger eingestellt, dass er nur in den 4 Stunden des Tages, in denen die Strompreise bei "Awattar" (habe ich nicht als Tarif) am günstigsten wären, da die sich am Strom-Börsenpreis orientieren.


    Also dann, wenn es Überschuss gibt.

  • Ich zitiere mal aus einer anderen Studie:

    "Würden wie von McKinsey angenommen im Jahr 2050 etwa 40 Prozent aller Fahrzeuge, gut 18 Millionen Pkw, elektrisch angetrieben werden, würden diese 6,5 Prozent der gesamten Stromnachfrage abbilden. Das entspricht 40 von insgesamt 619 Terawattstunden. Laut Studie ist das verkraftbar, zumal dieser zusätzlich benötigte Strom aus Erneuerbaren Energien stammen dürfte und somit eine deutliche Verbesserung der Luftqualität insbesondere in den Städten zu erwarten wäre.

    Und wie sieht’s mit dem Stromnetz aus? Für das gesamte deutsche Stromnetz dürften die Auswirkungen durch Millionen Elektroautos ziemlich gering ausfallen, schätzen die Autoren der Studie. Die Spitzenlast werde bis 2030 im Schnitt um nur ein Prozent steigen, bis 2050 um fünf Prozent. Für das Stromnetz sei dies verkraftbar."

    https://www.energiezukunft.eu/…m-fuer-alle-elektroautos/

    ID.3 Family mit Wärmepumpe, Winterräder 18" Stahlfelgen, Software 0564. Ab 19.2.2021 Version 0783. Ab 11.3.2021 Version 0792.

    ID Charger Connect.

  • Das größte Problem wird sein, wenn viele zur gleichen Zeit am gleichen Ort schnell laden wollen.


    Sommerferien ,Urlaubszeit. Reiserouten.


    Wenn an einer Autobahntankstelle zu diesen Zeiten schon 12 von 12 Zapfsäulen belegt sind und jeweils 1-2 PKW dahinter anstehen, dann lässt sich das Stand heute nicht einfach auf Ladesäulen umschalten. Dafür bräuchte man 72 Schnellladesäulen...