Alles anzeigenIm Jahr 2004 vielleicht. Heutzutage liefert man Software eher häufiger un kleineren Paketen aus. Das ganze heißt „continuous deployment“ (CD) und hat zwei wesentliche Vorteile:
- Features und vor allem Fixes sind schneller beim Kunden
- die Changes sind überschaubarer und Auswirkungen/Seiteneffekte dadurch leichter zuzuordnen.
Damit führen häufigere kleinere Updates viel eher zu einer stabilen und fehlerärmeren Software als große monolithische Updates.
Software hat grundsätzlich immer und ohne Ausnahme Fehler. Es gibt keine und gab nie eine fehlerfreie Software. Das gilt dann auch für „große konsolidierte“ Updates, nach denen dann das Problem entsteht, dass neue Fehler erst ewig später durch ein neues großes Update gefixt werden können.
Wo ich dir aber recht gebe ist, dass für eine höhere Frequenz erstmal der Rollout stabil sein muss. Und genau dafür sorgt ja das 2.4 Update mit anschließendem Flächentest der OTA Funktion der anderen Steuergeräte mit dem 3.0 Update.
Ich gehe davon aus, dass wir - wenn die 3.0 in der Breite sauber durchläuft - im Anschluss tatsächlich die von VW versprochene höhere Frequenz bzw. genau die oben erklärte kontinuierliche Verbreitung von Updates sehen werden.
Du magst Recht haben wenn 3.0 mal auf allen IDs deployed ist. Dann wird das Updaten natürlich entspannter laufen.
Insgesamt habe ich bisher in großen IT Projekten die Erfahrung gemacht, daß das continuous deployment kein Thema ist. Das funktioniert reibungslos. Thema ist eher das Rundherum wie die Automatisierung von Voll-Regressionstests. Da werden immer wieder Bugs erst vom Anwender entdeckt weil meist nur die neuen Funktionen voll getestet wurden und schnelle last minute bug fixes aus Termingründen ohne Voll-Regressionstest in eine Version kommen. Da wurde in allen Projekten in denen ich war immer aus Termingründen gespart, egal wieviel passiert ist. Das Management wollte da einfach gerne sparen. Zeit und Geld.
Ich stelle mir das schon spannend vor wenn ein Upgrade mal größere Probleme verursachen sollte und die IDs bleiben alle in der Garage (worst case scenario) und warten auf einen Bugfix.
Vor allem da ich aus der IT komme und weiß wie da oft gearbeitet werden muss.
Alternative ist halt nur große Versionen zu bringen. Danach sieht es bei VW - zumindest zur Zeit - noch sehr stark aus.