Beiträge von godra

    ich glaube, dass du die VW-Softwareprobleme falsch verstanden hast. Die bisherige Software ist aus Kundensicht nicht schlecht - verglichen mit dem Wettbewerb sogar gut - sondern für VW zu teuer/zu schwer zu pflegen.

    Doch, sie ist aus Kundensicht schlecht. Zu langsam, zu hakelig, schon zur Veröffentlichung einige Jahre hinterher und nicht mehr zeitgemäß.

    Ersteres trifft auf 3.X zu. Letzteres auch auf 4.X - schließlich müssen wieder jede Menge Fahrzeuge für ein Softwareupdate in die Werkstatt. Das können andere definitiv besser.


    Ja, die Grundfunktionen sind ganz nett und solide. Was aber auch daran liegt, dass VW dem Funktionsumfang bei den ID-Modellen im Vergleich zu den Verbrennern reduziert, um nicht komplett unterzugehen.

    Denkt nicht das VW aktuell "euch" als Beta Tester verwendet und wenn alles glatt läuft eine kommende 5.7 oder 5.6.X ab Werkstatt und evtl. sogar per OTA verteilen wird ?

    Es ist doch bereits bekannt, dass 4.X auf 5.X definitiv niemals über OTA erfolgen kann, sondern man zwingend dafür in die Werkstatt muss. Da gibts also erstmal nichts zu testen.


    Dass 5.4/5.6 seit Ewigkeiten bereit steht, VW intern selbst eine riesige Testflotte hätte und den Prozess optimieren hätte können, ist nochmal ein ganz anderes Thema. Aber scheinbar ist die Hardwarebasis selbst bei neuen Modellen immer noch so verbastelt, dass es schlicht nicht anders geht.

    Vielleicht wird es dann das OS von Rivian in 3-4 Jahren besser machen.

    Im Internet kursiert die Info, dass der ID.7 GTX ein Update bei der Höchstgeschwindigkeit bekommen soll. Dann bis 200 km/h.

    Der Schritt ist längst überfällig. Mit 180 km/h bei Pro S und 200 km/h beim ID.3 GTX Performance hat sich VW die Differenzierung in der Modellpalette der restlichen GTX komplett zerschossen.

    Wäre es ein Verbrenner hättest du dich im Zweifel mit abgefunden, da diese früher eh nur in der Werkstatt ein Update bekommen haben.

    Jetzt hast du einen rollenden Computer und erwartest OTA.

    Nö, auch bei einem Verbrenner muss man das in der heutigen Zeit als Kunde nicht mehr hinnehmen. Wir haben schließlich nicht mehr 1990 und Software ist mittlerweile auch bei Autos ein wichtiger Faktor.

    Nachdem sich abzeichnet, dass der Nachfolger des ID.4 aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr in 2026 ausgeliefert wird und sich die SSP-Plattform auch noch bis 2028/2029 hinziehen wird, habe ich letzte Woche für Ende nächsten Jahres einen BMW iX3 Neue Klasse als Ersatz für einen ID.5 GTX bestellt. Eigentlich hatte ich einen ID.4 in Erwägung gezogen - allerdings nur mit aktualisierter MEB+ Hardware und neuer Software.


    Über das Design des iX3 kann man sich bekanntlich streiten. Technisch gibt es momentan aber wenig E-Autos auf dem Markt, die mit 805 km WLTP-Reichweite, 400 KW Ladeleistung und Level 2+ für die Autobahn mithalten können. Und preislich ist zu einem gut ausgestatteten ID.4 bzw. ID.7 tatsächlich kein riesengroßer Unterschied. Ich werde weiterhin noch Zugriff auf ID.4 und ID.7 haben, mal sehen wie sich der BMW im Vergleich so schlägt.


    https://www.bmw.de/de/all-models/x-series/ix3/ix3-2025-na5-bev.html

    Versteh ich halt nicht weil sie kriegens doch eh abgerechnet so sparen sie sich die Frhlersuche wenn es eine tpi gibt

    Das ist ein wenig wie bei den meisten Handwerkern. Wenn man als Kunde mit VOB, DIN-Normen und Co. anfängt, streichen viele die Segel.


    Wir haben Golf 8 im Firmenpool. Die Radarsensoren für Side-Assist usw. sind so blöd verbaut, dass sie regelmäßig durch aufgewirbelten Straßendreck zusetzen und die Assistenten nicht mehr funktionieren. Man kann sie vom außen nicht reinigen, also muss jedes mal die Stoßstange abgebaut werden - macht immer ca. 250 bis 300 €. Es gibt eine TPI dafür, bei der dann Schmutzabweiser vor die Sensoren verbaut werden. Wusste der Händler natürlich nicht. Nach einem Hinweis darauf bekam man nur "Die TPI sind aber nicht für Endkunden gedacht. Sie dürfen da keine Einsicht nehmen!!!" zu hören.

    Entweder gibt es ein aktives Kundenanschreiben, siehe Airbagaktion, oder der Handel meldet sich, oder beim nächsten Werkstattbesuch wird es mit erledigt (Servicemaßnahme).

    Wozu muss ich bei so komischen Seiten wie dieteren.de, gucken.

    Und wenn da nichts gefunden wird dann fangen die Spekulationen an.


    Das Problem ist: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Du gehst hier von "Airbagaktionen" aus, irgendwas an den Bremsen, irgendwas was die Sicherheit des Fahrzeugs betrifft. Oder von Kleinigkeiten wie rostende Türscharniere. Bei so etwas wird man entweder dringlich vom Händler in die Werkstatt geholt oder es hat eben Zeit bis zur nächsten Inspektion.


    Softwareupdates sind eine komplett andere Geschichte. Hier geht es um Fehler, mit denen VW-Kunden tagtäglich zu kämpfen haben. Fehler, für die es teils mehrere Monate oder auch mal 1 / 1,5 Jahre lang zwar eine Lösung gibt, die aber ohne aktive Kundenbeanstandung beim Händler oder selbst mit Beanstandung von VW nicht gelöst werden. Da ist dann schon verständlich, dass Betroffene selbst das Heft in die Hand nehmen.

    Bei solchen Aktionen sind klare Prozesse beschrieben die die Rechtsabteilung mit dem KBA abstimmt wie verfahren wird.

    Und spätestens seit „Diesel Gate „ ist die Rechtsabteilung von VW ziemlich vorgespannt.

    Man muss da aber ganz klar unterscheiden. Ja, das Portal zählt auch offizielle Rückrufaktionen auf, die mit dem KBA abgestimmt sind und gewissen Regularien unterliegen. Allerdings sind da auch die ganz normalen Service-Kampagnen enthalten, die mit dem KBA nichts zu tu haben und eher eine freiwillige Service-Leistung von VW sind. Und um die geht's hier primär.

    Und was ist beim Thermofenster? - da hat die EU-Gerichtsbarkeit eine Einrichtung die vom KBA als völlig richtig und zulässig genehmigt wurde - einfach so für verboten erklärt. Können die natürlich. Die können alles. Nur können VW, BMW, Mercedes und alle andere die sich auf eine offzielle Zulassung verlassen haben, nix dafür.

    Mal wieder eine sehr einseitige Betrachtung. Der Abgasskandal war Betrug am Kunden und der Umwelt aufgrund wirtschaftlicher Interessen. Da gibt es auch nichts schönzureden. Das wurde gerichtlich festgestellt und es gab auch Gefängnisstrafen dafür.

    Es ging ja nicht nur um Thermofenster, sondern auch um weitere Defeat Devices bis hin zu Absprachen zwischen den deutschen Herstellern, damit auch ja niemand den AdBlue-Tank zu groß dimensioniert.

    Und wo wäre das Problem?

    Second Source ist anscheinend im Automotive mittlerweile ein Fremdwort.

    Kosten senken lautet das Stichwort. Alles, was man wegsparen kann, wird auch weggespart - selbst wenn man es dann mit Marketing kaschieren muss. Die Zulieferer werden knallhart im Preis gedrückt, die Lagerhaltung auf die Straße verlagert.

    Was glaubst du, warum VW am zweiten Trenner in der Mittelkonsole spart, der im Einkauf wahrscheinlich 2,50 Euro kostet?

    Second Source kostet Geld.

    Mir ist das sehr wohl bewusst, frage mich dann aber, warum die Förderung dann bis 100.000 EUR gehen muß, was für diese Argumentation kontraproduktiv ist.

    Geschenk an die Autoindustrie. Zuletzt wurden wieder vermehrt neue Modelle im Bereich 70.000+ € angekündigt.

    Das heißt also, ich, der Steuerzahler, soll Dein BEV finanzieren? Was geht mich das an?

    Hast du eine PV-Anlage? Eine Wärmepumpe? Ein Haus oder eine Umbaumaßnahme mit KfW-Finanzierung? E-Bike-Leasing? Vergünstigten Stromtarif für E-Ladestrom? Was geht mich das an? Merkst du das Problem? :)

    Einkommensschwächere, die sich dann gebrauchte 80.000 EUR teure SUVs leisten können? Und dann die erste Reparatur schon nicht bezahlen können?


    So ist es. Wenn man null Plan hat was ein Satz Räder allein schon für die aktuellen IDs kostet, haut man solche Dinger raus.


    Natürlich gewinnt man den Eindruck von einem „Privileg“, wenn man bei Dienstwagen immer von 80.000+ € Autos ausgeht. Dem ist aber nicht so - es gibt auch unzählige Golf Variant und Co. im Außendienst.

    Und auch IDs landen nach 3-4 Jahren für 25.000 bis 30.000 Euro auf dem Gebrauchtmarkt, kosten weniger als die Hälfte des BLP und sind für Normalverdiener erschwinglich. Ähnlich wird es sein, wenn die 25k BEVs irgendwann verfügbarer sind.