Beiträge von MFV

    Mein Vergleich zw. ID.4 (3 Jahre noch mit alter 3.x Software, aber viele der Defizite sind von VW auch mit 5.x nicht gelöst, weil die MEB Plattform vorallem mit Fokus auf geringe Kosten für VW entwickelt wurde) und dem BMW iX1 auf OS 9 - die neue Klasse von BMW, beginnend mit dem iX3, ist nochmal ein Level weiter:


    MFV


    Meine persönliche Zusammenfassung nach 3 Jahren ID und einem Jahr iX1: BMW ist Premium, VW nach meiner Erfahrung Mittelklasse auf Basis der bereits abgeschriebenen MEB Plattform (durchwachsene Software, bescheidene Verarbeitungsqualität, „Service“).

    Bei VW fällt dem Kunden ständig auf, dass an Dingen zulasten des Kunden gespart wurde, um die Kostenziele zu erreichen (kein mobile key, keine Dashcamfunktion mit Aufzeichnungsfunktion, eine App mit noch immer wenig Funktionen, schlechte und instabile Online Integration, Ladeplanung bis heute unzureichend individualisierbar, 12 Volt Batterie Problem ungelöst, Akkuzellen mussten/müssen wg. minderwertiger Qualität bei vielen IDs getauscht werden, Funktions-OTAs nur alle 2 Jahre, …).

    Soweit mir bekannt ist, ist das wieder mal so eine unsägliche EU-Vorgabe.

    Lt. EU muß das Auto wegen der Abgaseinstufung in dem motorischen Zustand starten, in dem es seine Zulassung bekommen hat.

    Falsch. Warum verbreitet man solche falsche Legenden und nutzt sie dann auch noch, um EU bashing zu betreiben?

    Ansonsten zeigt gerne mal die Quellen, wo eure Aussagen belegt sind.


    Es liegt einfach nur an VW, die anscheinend Geld sparen wollten und es nicht implementiert haben (und dazu auch noch schlecht mit der uneindeutigen Anzeige).


    Ein Blick über den Tellerrand hilft. Bei BMW dieses Jahr per OTA nachgeliefert:

    IMG_6261.jpg

    Vw benutzt Apple Karten. Die Pushnachricht wird von VW angestoßen!

    Falsch. Bitte nicht weiterhin solche Stories verbreiten.


    Das ist eine Funktion von iOS, wenn die bluetooth Connection zu einem Fahrzeug getrennt wurde. Dann wird das als Pakrposition erkannt und z.B. auch in Apple Maps vermerkt. Macht iOS auch z.B. bei meinem BMW iX1, zuvor mit dem ID.4. Hier beschrieben:

    Mit der Karten-App auf dem iPhone ein geparktes Auto wiederfinden - Apple Support (DE)
    Wenn du ein iPhone 6 oder neuer mit iOS 10 oder neuer besitzt, kann die Karten-App eine Markierung für ein geparktes Auto setzen, wenn du dein iPhone vom…
    support.apple.com


    Hat nichts mit einer Funktionalität der VW App zu tun.

    Wo kann man denn erkennen dass HERE die Änderung akzeptiert und übernommen hat?

    Eigentlich garnicht so versteckt. In der App unter Mehr > Beobachtungsliste > [Kategorie] > [Eintrag wählen].


    Sieht dann so aus:

    IMG_6295.jpeg


    (Ja, meine letzten Änderungen sind seit einem Monat „in Abklärung“ und es wird gerne auch mal grundlos abgelehnt)

    Ich find das alles sehr undurchsichtig und hab nachwievor keine Ahnung, wie ich meinen ID auf die aktuellste Softwareversion bekommen soll (obwohl ich mir gestern vieles dazu durchgelesen habe)..

    Abwarten. Die Wellen innerhalb eines OTAs laufen idR über 6-9 Monate. Wenn du dein Fahrzeug gerade erst mit deinem Account verbunden hast, steht es vrmtl. ganz hinten in der Updatewellen Reihenfolge, bei einigen Fahrzeugen kommen die Updates auch nie. Transparenz gibt VW dem Kunden auch nicht. Es gibt keine Historien, Downloadstatus, Push Benachricntungen. Irgendwann erscheint das Update im Goodbye Screen (dann ist es ein „richtiges“ Update für Steuergeräte und nicht nur ein ICAS3 Web App Update, das während der Fahrt installiert werden kann).


    Dass VW bis heute OTA Updates nicht beherrscht und auch bei der neuen 4.x und 5.x Generation versagt hat, ist ja mittlerweile ausreichend bekannt; einige akzeptieren es, andere wechseln wie ich zu Herstellern, die ihre Software unter Kontrolle haben.

    Nach drei Jahren ID.4 und jetzt einem halben Jahr BMW iX1 eDrive 20 meine Gedanken:

    • Software BMW OS 9 absolut stabil und schnell
    • Ladeplanung mit individuellen Anbieter Filtern (ich will nicht bei Tesla laden), sehr präzise Voraussagen
    • Driving Assistant Professional insgesamt nochmal spürbar zuverlässiger als der schon wirklich gute Travel Asstiant des IDs.
      • Ampelerkennung sehr praktisch.
      • Individuelle automatisch Anpassung der Geschwindigkeit bei Geschwindigkeitserkennung, z.B. bis 60 km/h immer +3 km/h und bei => 60 km/h immer +5 km/h
    • Automatische Einparkfunktion läuft zügig aus dem Fahrzeug und per App. Automatisches Rückfahren des gefahrenen Weges (bis zu 200 m?) praktisch, wenn man sich irgendwo reinmanövriert hat und bequem wieder raus muss.
    • OTAs regelmäßig und mit relevanten Funktionen (ca. alle drei Monate).
      • OTAs sind zeitnah binnen Tagen für alle BMWs zum Download verfügbar. Download per Auto und/oder Mobiltelefon (wird dann während der Fahrt aufs Auto kopiert)
      • Infos zu OTAs kommen per Push Notification inkl. Installation ist fertig, Sie können wieder fahren.
    • Mit letztem OTA: eco Modus immer als Startmodus einstellbar (ich fahre aber lieber comfort, Verbrauch ist auch so top)
    • Mobiler Schlüssel via Apple Car Key: Neben Autoschlüssel gibt es eine Keycard (fürs Portmonee) und digitale Schlüssel als BMW Digital Key Plus (fahre nur noch mit iPhone und ohne Schlüssel).
    • Eine App, die man auch so nennen kann:
      • Diverse Fernsteuerungsoptionen (öffnen, schließen, Licht, Hupen, Vorklimatisieren, Akku Vorklimatisieren)
      • Fahrten dokumentiert mit allen relevanten Werten, zusammengefasst in Statistiken
      • alle Ladevorgänge dokumentiert, inkl. Preise
      • Livesicht über die Kameras des Fahrzeug („Remote-Kamera“)
      • Alarmbenachrichtungen bei Einbruch mit Live-Kamerabildern
      • Download der DriveRecorder Videos
      • Routenplanung mit kompletter Übertragung ins Auto
      • Fahrzeugstatus inkl. Reifendruck jedes Reifens (da Sensoren verbaut und nicht nur ABS basierte Erkennung)
    • Anleitungsapp mit einer immer verfügbaren Anleitung - eigentlich Basic, aber bei VW ja anscheinend schon eine Herausforderung zu viel
    • BMW DriveRecoder: zeichnet Videos im Fall des Unfalls / Einbruchs auf, manuelle Auslösung durch Drücken einer Taste. Aufgezeichnet werden 30 sek vor dem Auslösen und 30 sek danach. War schon nützlich, als aus dem Gegenverkehr Teile auf meine Fahrbahn flogen. Nach erfolgreichem Ausweichmanöver auf die Taste gedrückt und alles dokumentiert.
    • Alexa nativ im Fahrzeug
    • Digital Premium: Video Apps wie YouTube im Fahrzeug, aber auch Spotify und Audible nativ
    • Verarbeitungsqualität auf einem deutlich höheren Level als bei VW, insbesondere die Lackqualität ist deutlich besser (wobei jetzt Metallic und bei VW war es dieser unsäglich schlechte Uni Lack)
    • Laden und Ladeanschluss
      • optionaler 22 kW Lader
      • Ladekabelentriegelungstaste im Ladeport: kein nerviges Rumgefummel am Schlüssel zum Entsperren des Ladekabels wie beim ID (zumal man dank Mobile Key sowieso keinen Schlüssel mehr dabei hat)
      • Ladeanschluss im Ladeport ist mit zwei soliden festinstallierten Schutzklappen geschützt. Drückt man auf DC öffnet sich der AC Klappenteil automatisch mit. Nicht vergleichbar mit dem billigen Weichgummiteil zum DC Port-Schutz, das im ID rumbaumelt. Es sind solche Details, die den Qualitätsunterschied und -Anspruch sehr klar deutlich machen.
      • AC Ladestrom lässt sich von 6A bis 32A (bei 22 kW Lader) im Einerschritten per App und Auto einstellen
      • Lüfterlautstärke mit ggf. Auswirkung auf Ladeleistung für DC lässt sich regeln (maximale Ladeleistung, begrenzt, tageszeitabhängig). Zielt vrmtl auf die wachsende Zahl an DC Ladern in Wohngebieten ab.
    • Fußmatten Serienausstattung (eigentlich sollte das keiner Erwähnung wert sein, aber beim ID.4 war ich etwas schockiert, dass man sich sowas vom Kunden vergüten lässt)

    Stimmt, BMW hatte noch nie Probleme mit der Software .

    Habe ich nicht gesagt. Google einen beliebigen Autohersteller und du findest Probleme. Ist normal. BMW hat sie auch, aber viel weniger und sie werden umgehend gelöst.


    Aber zeige mir mal einen ID, der innerhalb von 6 Monaten zwei OTAs für mehrere Steuergeräte (und nicht nur diese nutzlosen Webapp Updates fürs ICAS3, „der Shop ist jetzt noch toller“) bekommen hat. Gibt es nicht. Und den AC Lader per OTA zu zerschießen und nicht sofort die OTA Welle zu stoppen und nicht binnen 4 Wochen einen fix bereitzustellen, ist ein Armutszeugnis für VW (siehe 3.7).


    Aber wie gesagt: wenn man seinen VW liebt, ist es die richtige Wahl gewesen. Ich wollte nur aufzeigen, dass man bei einem deutschen Premiumhersteller auch bessere Qualität erwerben kann - und was man eben von VW nicht erwarten darf trotz VW Marketingaussagen.

    Ok ja bin IT Leiter und das hätte ich nichtmal von VW erwartet.

    Dann solltest du eigentlich aus deiner beruflichen Praxis wissen, dass die günstigen Anbieter von Massenwaren (= Volkswagen) oft nur schlecht bis mittelmäßig liefern. Wenn man Premium kauft (= z.B. BMW), gibt es auch alle drei Monate Softwareupdates und insgesamt ein völlig anderes Level der Softwarequalität.


    Würde nach drei Jahren ID.4 und jetzt 6 Monate BMW iX1 nie wieder einen VW MEB fahren. Beim BMW kam gerade innerhalb von 6 Monaten das zweite OTA, völlig problemlos installiert. Und die OTAs werden zeitnah auf allen Fahrzeugen innerhalb von paar Tagen ausgerollt und nicht alle 1,5 Jahre in Wellen über dann 6 Monate, wie bei VW.


    Übrigens: hier wurde ja immer im Forum die Legende berichtet, dass die Fahrzeuge aufgrund der Homologation beim Start automatisch zurück in den Comfort Modus für den Antrieb gehen müssen. Seit dem letzten OTA bei BMW kann man den Startmodus beim BMW (z.B. efficent aka Eco) festlegen und dann ist der immer so gesetzt. Damit wäre die nächste „Legende“ der VW Welt widerlegt. Siehe hier:

    IMG_6261.jpg


    Am Ende muss jeder selber entscheiden was er bereit ist zu zahlen. Die Legenden und Lügen („alle 12 Wochen ein OTA“) des VW Marketings darf man aber nicht glauben. Und für wen Software keine Priorität hat und die mittelmäßige Fertigungsqualität ausreicht (siehe auch die ganzen Schwachstellen selbst bei den neuen ID.7s), dann ist ein MEB vllt. passend.

    Wobei der VW Gedanke durchaus berechtigt ist. 10 mehr bei 100 ist was anderes als bei 30...

    Ja. Und deshalb kann man bei BMW die automatische Geschwindigkeitsanpassung in zwei Stufen einstellen: für bis 60 km/h und ab 60 km/h. Auch daran haben die BMW Ingenieure gedacht.


    Und den nervigen Geschwindigkeitswarner kann man durch das lange Drücken einer physischen (!) Taste am Lenkrad deaktivieren. Nicht irgendein Touch Screen rumgefummel wie bei VW.


    Da sitzen wohl Ingenieure bei BMW, die nicht nur an Kostenoptimierung denken wie bei VW, sondern sinnvolle und praxisnahe Lösungen für den Kunden entwickeln. Die dann auch noch nach der Fahrzeugauslieferung regelmäßig per OTA an Bestandskunden nachgeliefert werden. Sozusagen das Versprechen von VW, nur eingehalten und vernünftig umgesetzt.

    Daher die Frage ob die Profil-Einstellungen bei den alten und neuen Modellen, also 3.7 und 5.x, gleich sind oder ob es da auch Unterschiede gibt?

    Innerhalb des MEB 3 gibt es auch Unterschiede zwischen den Modelljahren:

    Fahrzeuge mit Software vor 3.0 ab Werk beherrschen auch nach dem OTA auf 3.x (aktuell maximal 3.7) nicht die sogenannte Personalisierung. Vrmtl. hatten die früheren IDs nicht die notwendige Hardware verbaut.


    Kann man auch mit bisschen Suchen auf der VW Seite nachlesen im Funktionsvergleich zu Komfort:

    ID. Software 3.0 Update für Ihren VW ID. – jetzt durchführen
    Installieren Sie jetzt das kostenlose Update auf die ID. Software 3.0. Hier erfahren Sie alles zu den Voraussetzungen, zur Installation & den Vorteilen.
    www.volkswagen.de


    Ob man sich aber überhaupt noch einen ID mit dem veralteten 3.x Stand kaufen möchte, muss letztlich jeder selber entscheiden. Ich kann nur davon abraten. Veraltete Technik, die Basisfunktionen nicht unterstützt und auch nie unterstützen wird, da sie von VW abgeschrieben wurde.

    Du hast einen Pure:

    • D.h. er lädt AC nur auf zwei Phasen, also maximal 7 kW. Nur der Pro Varianten haben 11 kW AC Ladeleistung.
    • Die DC Ladeleistung beim Pure ist auf 50 kW in der Serienausstattung limitiert und kann per aufpreispflichtiger Sonderausstattung „Maximale DC-Ladeleistung (Gleichstrom) abhängig von der Antriebsbatterie“ auf die maximale DC Leistung (100+ kW) erhöht werden. Wenn dein Auto die Sonderausstattung ab Werk hat, müsste es auch explizit in der Ausstattungsliste des Kaufvertrags stehen. Und auch in der Ausstattungsliste bei myVolkswagen gezeigt werden.

    Kommentar zur VW-Datenpanne: DSGVO, zeig deine Zähne!
    Volkswagen hat sich eine Datenschlamperei erster Güte geleistet. Bei der DSGVO-Strafe dafür sollte es richtig scheppern, findet Philipp Steevens.
    www.heise.de


    Einige Kernaussagen:

    Zitat

    Auf dem 38. Chaos Communication Congress haben die Sicherheitsforscher des CCC die womöglich größte bis dato gefundene Datenschlamperei bekannt gemacht. Über eine Subdomain-Abfrage der Website von Cariad, IT-Dienstleister der Volkswagen-Gruppe, war ein API-Endpunkt zu finden, auf dem sich ein frei zugänglicher Daten-Dump befand.

    Zitat

    Zwar reagierten die ITler bei Cariad laut CCC nach Bekanntwerden professionell, doch gegenüber dem Spiegel beginnt bei Volkswagen schon wieder das peinliche Rauswinden: "Für die Kunden bestehe 'keinerlei Handlungsbedarf, da keine sensiblen Informationen wie Passwörter oder Zahlungsdaten betroffen sind.'" Hier schickt VW einen Strohmann vor, denn die gefundenen Informationen sind deutlich sensibler als Login-Daten und Kreditkartennummern. Was Datenjournalist Michael Kreil anhand dieser Daten beim 38C3 vorführte, kann man eigentlich nur als erschreckend bis katastrophal bezeichnen

    Zitat

    Damit ließen sich dann 15 Millionen Datenpunkte zu Fahrzeugen, über 600.000 Daten zu VW-Kunden, teils inklusive E-Mail, Geburtsdatum und Anschrift, auslesen. Und noch dazu: 9,5 TByte Ereignisdaten, darin enthalten Geokoordinaten – im Fall von Seat und VW bis auf die sechste Nachkommastelle, also 10 Zentimeter genau.

    Zitat

    Dieser Vorfall ist ein Musterbeispiel, warum Datensparsamkeit eben auch im Interesse der sammelnden Unternehmen sein sollte, die den Rachen nicht voll genug von den Daten ihrer Kunden bekommen. Will VW seine Batterien verbessern, braucht der Konzern dafür Ladestände und zurückgelegte Strecke. Nicht auch noch die Fahrzeugkoordinaten und die genauen Uhrzeiten des Ladens.

    Zitat

    Durch diese gewaltige Fahrlässigkeit qualifiziert sich die wirtschaftlich angeschlagene VW-Gruppe für eine empfindlich hohe Geldbuße. Jetzt kann und muss die DSGVO endlich einmal ihre Zähne zeigen und beweisen, dass sie keine Papierverschwendung zur Gängelei kleiner Unternehmen ist, die sich Compliance nicht leisten können oder wollen. Es muss das angebliche Vorzeigeunternehmen krachend treffen und dann am besten mit Schwung einmal durch die ganze Branche fegen.

    Wurde denn jetzt eine Busruhe durchgeführt?

    Fahrzeug abgeschlossen (und nicht ladend) für mindestens 20 Minuten abstellen und weggehen. Nicht mit dem Schlüssel (wenn keyless verbaut) annähern, damit das Fahrzeug in die Busruhe geht und nicht Steuergeräte durch die Annäherung angehen. Und nicht in der App rumspielen.


    Hat mal bei mir einen Elektrosystem Fehler nach dem DC Laden behoben.