Restwert von Elektrofahrzeugen?

  • Ich denke, dass die rasante technische Entwicklung heutige BEV in 4 Jahren „alt“ aussehen lassen und dadurch einen höheren Wertverlust erleiden werden.

    Als BEV-Käufer konkurriere ich in Zukunft nicht zuletzt mit gebrauchten Verbrennern (Anteil ~90%). Heutige BEV werden relativ alt ausschauen - jedoch nur mit Blick auf zukünftige BEV, nicht bezogen auf Verbrenner. Auch in 5 Jahren wird es Personen geben, die sich kein neues BEV leisten können/wollen. Die Alternative wird dann ein gebrauchtes BEV sein, nicht der gebrauchte Verbrenner.

    ID.3 Tech ° MJ 2021 ° AHK ° WP ° Stonewashed Blue

  • Huhu ID-Freunde,

    Wie gesagt, alles ein Blick in die Glaskugel.

    Aber auch spannend was die "Statistik" so hergibt;).

    "Wertmeister 2020: Auto Bild & Schwacke küren wertstabilste Fahrzeuge" https://schwacke.de/news/de/au…chwacke-wertmeister-2020/


    "Schwacke Insights Q1 2020 - Zulassungen aus Restwertsicht" https://schwacke.de/news/de/schwacke-insights-q1-2020-1/


    klar noch ohne ID3 und ohne großes Angebot an E-Modellen....

    Liebe Grüße Laufmotte

  • Schwierig.

    Wie schon häufig gesagt ist der Markt von der Unsicherheit bezüglich technischer Innovation und politischen Entscheidungen geprägt.

    Kein guter Mix für stabile Vorhersagen.

    Ob Leasing gerade für BEV sinnvoller ist?

    Man weiss es doch auch nicht.

    Die Lieasinggeber lassen sich das Risiko schon gut bezahlen. Die Leasingfaktoren der meisten Elektroaustos sind nicht gut.

    Gerade im Privatleasingbereich lassen sich viele mMn von den rltiv geringen Leasingraten blenden. Das ist aber nicht alles.

    Wenn ich mir die Leasingangebote so aschaue (nicht die subnetionierten) dann fällt mir auf, dass ich den von der Leasinggesellschaft kalkulierten Restwern in meinen Augen in den meisten Fällen auch als Gebrauchtangebot erlösen kann.

    Wie gesagt, ich denke ...


    Wie sich der Markt entwickelt?

    Da es sich um aktuell umeinen politischen Käufermarkt undnicht um einen "marktwirtschaftlichen Kufermarkt" handelt, ist man direkt von der "Stimmung in der politischen Landschaft" abhängig.


    Wie schaut es denn mit der Kauffreude der privaten Interessenten nach dem auslaufen der Förderungen aus?

    Immer noch gut oder dann doch eher nicht so gut?


    Man darf auch nicht vergessen, dass der ach so böse Verbrenner immer noch produziert wird undim Markt eine wesentlich grössere Rolle spielt als jede andere Antriebstechnik.

    Wann der Swing kommt?

    Gute Frage.

    Und vor allem .. es muss ja den europäischen Swing geben. Nicht nur den deutschen.


    Mal zum einordnen ein paar Zahlen (nicht die aller aktuellste Studie aber von der Aufteilung her hat sich trotz der hohen Zuwachsraten der "E-Autos" aufgrund der geringen Stückzahl nicht wirklich viel verändert; ich kann aber auch nochmals aktuellere Zahlen suchen ) ...


    Um es mal zu verdeutlichen (ohne Detailzahlen zu nennen) ...


    West Europa:

    47,8% Diesel

    46,7% Benziner

    Rest ist Gas, BEV, PEHV


    Ost Europa

    33% Duesel

    66% Benziner

    0,x% LPG


    Ja, der Trend der Alternativen geht hoch. Aber bei der Masse der Fahrzeuge (noch) nicht signifikant.


    Da ist ein immens grosser Markt der mit Verbrennern gefüllt ist.

    Der Gebrauchtmarkt dieser Fahrzeuge wird nicht verschwinden. Sich in andere Länder verlagern?

    Je nach dem wie teuer der Unterhalt von Verbrennern durch die Regierung gemacht wird, wird sich dieser Gebrauchtmarkt tendenziell entwickeln.

    Aber viele werden auch in 5, 6, 7 Jahren aufgrund der finanziellen Situation einen Benziner oder Diesel kaufen.


    Das alles trägt zum Restwert und der zukünftigen Marktentwicklung für BEVs bei.

    Und noch etwas ... das schöne an der aktuellen SItuation ist ja, dass es sich ein wenig wie in der Gründerzeit anfühlt. Es werden viele Technologien untersucht und es werden auch immer mehr industrialisiert werden. Es ist ja auch durhaus möglich, dass der Zyklus der BEVs viel schneller durch eine disruptive Technologie gestoppt wird als es bei den Verbennern der Fall war.

    Denn sind wir mal ehrlich. Die absolute Toplösung ist das batterieelektrisch betriebene Fahrzeug ja nun auch nicht. Fahrzeug, Infrastruktur, etc.

    Da kommt schonnoch was ...

  • Einen nicht ganz unwesentlichen Einfluss auf den Gebrauchtwert hat natürlich der Neuwagenpreis. Solange dieser stabil und kalkulierbar ist kann man man wahrscheinlich mit einem Prozentwert an Verlust über die Zeit einigermaßen gut hinkommen.

    Sollte sich dieser aber wie teilweise bei Tesla über Nacht um einige Tausend Euro nach unten gehen, wirkt sich halt auch negativ, oder positiv, für Käufer, oder Verkäufer aus, je nach Position.

    Wenn es Schule macht, dass sich der Preis eines Elektroautos wie der Wert einer Aktie an der Börse nach dem aktuellen Tageswert richtet wird es mit einer Restwertprognose immer schwieriger. :-)

    ID.3 1st MAX - Auslieferung 30,09.2020 SW 570

  • Produktion wird heute schon oft über den Preis gesteuert. Nennt sich Sondermodell. Überproduktion wird über Tageszulassungen abgebaut. Auch über Sonderabnehmer wird massiv gesteuert.
    Durch das neue Vertriebsmodell eröffnet da schon noch viele Weg und die wird VW gehen.
    Besonderen wenn man den Rohstoffkreislauf kontrollieren will, was man ich Zukunft vielleicht sogar muss, wird man diese Autos gar nicht mehr kaufen können. Das wertvollste sind die Akkus, nicht das Blech.

  • Klar, verliere ich beim Leasing jede Menge Geld.

    Beim ID.3 handelt es sich aber um ein vollkommen neu entwickeltes Auto. Bekannt sind bereits jetzt zahlreiche Probleme. Was kommt noch? Der ID.3 ist ein unter Hochdruck entwickeltes Auto. Ich befürchte noch manche unangenehme Überraschung.

    Einer der Horrorbugs sind z.B. die Phantomauslösungen der Alarmanlage.

    Ich rechne für die Zukunft mit einem sehr hohen Wertverlust. Das Auto ist für die gebotene Leistung mit gehobener Ausstattung viel zu teuer und ist zudem nicht mit wegweisender Ladetechnik ausgestattet. Wer will in 4 oder 5 Jahren noch einen solchen Schnarchsack kaufen ? Die ID.3s werden sich beim Gebrauchtwagenhändler stapeln.

    Die Ladegeschwindigkeit und Reichweite sind bei der Kombination Frost und kalter Akku sehr schlecht.

    Der ID.3 lädt an einer 22er Säule gewöhnlich nur mit 11kw . Das ist wirklich traurig.

    100kw sind meiner Meinung nach nur eine kurze Episode. Es ist von VW sehr frech (gerade im Vergleich zum Tesla Model 3), dass nicht allen ID.3 Modellen wenigstens die 125er Ladegeschwindigkeit spendiert wurde.

    Die 800 Volt Ladetechnik ist ein Muss für die Zukunft. Siehe IONIQ 5.

    Solange E-Autos nicht in längstens 10-15 Minuten zuverlässig auf 80 Prozent laden, ist die E-Mobilität langstreckenuntauglich.

    Wird das Ladenetz nicht endlich massiv ausgebaut, dann schlagen sich bald alle um die im Verhältnis wenigen Ladeplätze. Gerade an den Superchargern an den Autobahnen, gibt es schon jetzt zu Stoßzeiten Engpässe oder halbierte Ladegeschwindigkeiten.

    Ich will nach 3 Jahren das Abenteuer "Elektromobilität" im Zweifel ohne "Wenn und Aber" beenden können.

    Ich will absolut flexibel sein und nach 3 Jahren alle Möglichkeiten haben. Auch im Zweifel ein Umstieg auf einen Plug-in-Hybrid.


    Tschau

    Gutsch

    ;)

    VW ID.3 MAX Silber - Lieferdatum 16.3.21 :):thumbup::):thumbup::)