Balkonkraftwerke könnten salonfähig werden

  • Hmm - mal meine damaligen Überlegungen:

    Ich habe einen modernen Zähler im Sicherungskasten eingebaut bekommen vom Versorger. Diesem kann man ja per Lichtsignale verschiedene Informationen entlocken: momentaner Verbrauch etc.

    Ich habe damals meinen normalen Verbrauch ermitteln ohne dass zusätzliche Verbraucher liefen. Dieser war - ich gebe zu etwas hoch - bei 350W/h nur für alle Standby- und sonstigen Geräte. Deshalb habe ich auch mehrere Module installiert.

    - Verbrauch 2021 waren es 5871KW/h ohne Balkonkraftwerk

    - Verbrauch 2022 waren es 3550 KW/h zzgl. 1568KW/h aus dem Balkonkraftwerk - gesamt 4918KW/h.

    (Die Differenz schreibe ich der teilweise Abwesenheit unseres Sohnes zu oder vielleicht auch Sparsamkeit)).


    Des Weiteren zeigt der Zähler unter Punkt 2.8.0 einen Wert von 36KW/h an, den ich seit 1010.2022 in das Netz habe ungenutzt verpuffen lassen (die letzten Monate waren wirklich schlecht).


    Natürlich war ich vorher auch nicht in der Lage, 100% des erzeugten Stroms zu nutzen, jedoch gibt mir dies eine gewisse Indikation.


    Mit der Umstellung unseres Verhaltens in den Sonnenmonaten (Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner oder auch Kochen falls möglich nicht gleichzeitig) haben wir ein hohes Einsparungspotential gehabt und nach meiner Schätzung eine Eigennutzung von über 90-95% erreicht. Mi selbst reichen diese Daten aus und ich benötige keine genaueren Angaben.

    Ingo

  • Man hat mit dem Shell keine physikalische Verbindung zum Stromnetz.

    Die Werte werden Induktiv abgegriffen. Darum darf die Zange auch nur einen Leiter umfassen.

    Messen kann man damit auch nur den Strom und nicht die Spannung.


    Hier eine Beschreibung zum Prinzip der Stromzange

    Die Zangen haben an einer Seite keine physikalische Verbindung, die andere Seite muss aber an die 3-Phasen angeschlossen werden wie tmid schon schrieb und waldschrat so schön rausgesucht hat.

    Wer genau weiß was er da macht oder einen Elektriker kennt kann damit natürlich gut den Zähler messen. Mache ich aktuell auch und sehe so schön im HomeAssistant was mit das Balkonsolar erspart.

    ID.4 Pro Performance (Assi+, Design, Komfort+, Infotainment+, AHK, Interieur+, Ganzjahresreifen, ohne WP) - Die Familienkutsche

    —-

    ID.3 Business mit Ganzjahresreifen ohne WP - Unser Zweitwagen

  • Man hat mit dem Shell keine physikalische Verbindung zum Stromnetz.

    Die Werte werden Induktiv abgegriffen. Darum darf die Zange auch nur einen Leiter umfassen.

    Messen kann man damit auch nur den Strom und nicht die Spannung.


    Hier eine Beschreibung zum Prinzip der Stromzange

    Sorry, völlig falsch!

    Der shelly zeigt auch die Leistung an, dazu braucht er Strom und Spannung (P=U*I) und selbstverständlich wird er dazu an das Netz angeschlossen, eben nicht nur die Stromwandler um L1-L3. ... und das auch bei einphasiger Messung!


    pasted-from-clipboard.png

    VA,VB,VC muß über eine Sicherung an die Phasen L1,L2,L3 angeschlossen werden.

    Die Stecker der Stromwandler werden dann in die Buchsen IA,IB,IC gesteckt.

    Mir ist es echt ein Rätsel warum, wenn man schon Zweifel haben könnte, dass man nicht die richtigen Infos hat, weil man darauf hingewiesen wird, nicht nachliest, sondern weiter falsches Zeug verbreitet?


    Die Zangen haben an einer Seite keine physikalische Verbindung, die andere Seite muss aber an die 3-Phasen angeschlossen werden wie tmid schon schrieb

    Sorry, auch falsch. Der Strom wird mit einer Stromzange ohne physikalische Verbindung zu L gemessen. Die Zange wird nicht an der einen Seite an eine Phase angeschlossen. Damit hat man aber nur den Strom.

    Der Shelly mißt aber auch die Spannung, um die Leistung zu errechnen und dafür braucht er die Verbindung zu N und L.

    Außerdem nebenbei auch für sein Netzteil, um überhaupt was auszurechnen und per WLAN weiterzugeben.

    Ich stimme Dir völlig zu, wer die Grundlagen nicht verstanden hat und im Hauptverteiler rumpfuscht, gefährdet sich und andere.

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  • Messen kann man damit auch nur den Strom und nicht die Spannung.

    Ich bitte diesen Satz in meinem Post zu beachten.

    Vielleicht etwas unscharf ausgedrückt.

    Will aber sagen, wenn man die Klemmen für die Spannung nicht verbindet, dann kann man die auch nicht messen.

    Eine Stromversorgung für den Betrieb muss man natürlich anaschließen.

  • …. wozu sollte ich denn tun. U schwankt mal locker bei uns um 15V, d.h. die Messung von nur I bringt mir doch rein garnichts. Wenn ich schon messe, dann die Leistung mit einer korrekten Spannung. Ob das shelly ohne Spannung überhaupt einen Strom anzeigt, hab ich noch nie probiert, der Nutzer erschliesst sich mir nicht.

  • …. wozu sollte ich denn tun. U schwankt mal locker bei uns um 15V, d.h. die Messung von nur I bringt mir doch rein garnichts. Wenn ich schon messe, dann die Leistung mit einer korrekten Spannung. Ob das shelly ohne Spannung überhaupt einen Strom anzeigt, hab ich noch nie probiert, der Nutzer erschliesst sich mir nicht.

    Ich betreibe ein Shelly EM (einphasig) um die Leistungsaufnahme meiner Wärmepumpe zu messen. Übrigens sehr genau. Dazu muss das Teil mit seinen Spannungsanschlüssen an der selben Phase angeschlossen werden wie der Verbraucher, der induktive Stromabnehmer wird dann über die Leitung geclipst. Shelly ohne Anschluss an die Spannung funktioniert natürlich nicht.

    ID.3 pro "Nackter Hirsch" 107kW ,Softwarestand 2.4 seit 5.8.22, AHK und Rückfahrkamera nachgerüstet.

  • Das der Shelly 3EM eine Anschluss an das Netz benötigt ist ja klar.

    Da steckt ein Rechner drin, der Strom braucht.

    Die Versorgung kann über eine CEE-7/7 Steckdose kommen.

    Die Verwende ich sowieso immer, wenn ich irgendwelche Teile mit festgelegtem N und L nutze.


    D.H. man kann das Ding über eine Steckdose einstecken.

    Der Strom wird über die Zangen gemessen. Ein weiterer Anschluss im Zählerkasten ist nicht notwendig.


    Und ja, für die Leistungsberechnung wird nur ein mehr oder weniger zufälliges Lx aus L1, L2, L3 genommen.

    Das hat sicherlich einen Fehler, den ich jetzt mal ausmessen will :)


    Wie groß der Fehler wirklich ist, der dadurch entsteht, werde ich in den nächsten Tagen mal ausmessen.

    Setzte gerade das entsprechende Logging auf. Bin selber mal neugierig.


    Seit gestern hat die Netzspannung um +/- 1V geschwankt.

    Ich messe im Moment aber auch nur einen der drei L.

  • .... wenn ich mir schon so ein Teil kaufe (und es ist ja nicht sher günstig), dann schließ ich es doch auch an wie vorgesehen.

    Das ist doch alles rumgebastel, um nicht Pfusch zu sagen, mit Steckerkabel, die in den Zählerschrank hängen .... aber eben jeder wie ers braucht.

    Wer das nicht richtig anschließen kann, der hat nichts an den Leitungen von den Hauptleitungsklemmen zu suchen.

  • aber eben jeder wie ers braucht.

    Das ist genau der Punkt. Die Anforderung machts.


    Und ich sage ja nur: "So kann man das auch einsetzen".

    Im Gegensatz zu anderen, da ein Einsatzszenario haben und das als das einzig richtige sehen ^^

  • Bin zeitlich gerade etwas eingespannt, darum komme ich gerade nicht so viel zu meinen Hobbyprojekten.

    Aber hier ist mal der Verlauf von einer Phase an meinem Hausanschluss.

    Ich habe 3x Shelly Pro 1PM verbaut, weil der Shelly Pro 4PM nur 40A kann.

    Da muss ich noch sehen, wie ich die Werte darstelle.


    Hier erst mal das aktuelle Dashboard.


    Bild_2023-01-31_093403940.png


    Für Interessierte:

    Shelly Pro 1PM sendet per MQTT an einen Mosquitto Server.

    Ein Python Script bekommt die Daten vom Mosquitto, bereitet sie auf und schreibt in eine Postgres.

    Auf der Postgres sitzt ein Grafana als Dashboard.

    Alles zusammen läuft auf einem PI 4 mit einer SSD dran.

    Es ist mit Podman containerisiert und wird bei einem Boot über eine Systemd-Service-Units gestartet.

  • Für Interessierte:

    Shelly Pro 1PM sendet per MQTT an einen Mosquitto Server.

    Ein Python Script bekommt die Daten vom Mosquitto, bereitet sie auf und schreibt in eine Postgres.

    Auf der Postgres sitzt ein Grafana als Dashboard.

    SIeht gur aus!
    ProTip: Postgres ist jetzt nicht so die erste Wahl für times series data, ich würde da eher InfluxDB & Telegraf nehmen.
    Dann kannst du dir auch das Python script sparen. und bist zudem super aufgestellt auch weitere Quellen einzubinden.

  • ich würde da eher InfluxDB & Telegraf nehmen

    Ja. Das mag an meinem Alter liegen und an den Millionen SQL-Queries, die ich in meinem Leben geschrieben habe :-).

    Ich lande tatsächlich immer wieder bei meiner geliebten Postgres, obwohl mir klar ist, dass es bei IOT bessere Alternativen gibt.

    Aber eine Postgres mit TimescaleDB ist auch nicht zu verachten.


    Den Stack mit Influx und Telegraf habe ich aber bei meiner "netprobe" im Einsatz.


    Bild_2023-01-31_111027734.png


    Die stelle ich immer auf, wenn Leute über Internetprobleme klagen.

    Da ist noch ein "headless browser" dabei, der alle 24h einen Screenshot macht und das Bild an mich sendet.

  • Ja. Das mag an meinem Alter liegen und an den Millionen SQL-Queries, die ich in meinem Leben geschrieben habe :-).

    Same here, daher habe ich bisher Fluxlang (InfluxDB2.0) vermieden und nutze produktiv überall noch die 'alte' InfluxDB, deren queries sind SEHR SQL like ;)

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