Reifengröße Auswirkung auf Reichweite

  • Mich würde mal interessieren welche Auswirkung die Radgrösse auf die Reichweite hat. Weiß da jemand was drüber?

    Die First Edition wird ja in den 3 Ausstattungsvarianten mit 3 verschiedenen Rädern (18‘ /19‘ /20‘ ) angeboten. Auf der Tesla Konfigurierseite kann man sehr schön mit dem Simulator spielen und die Reichweite mit den verschiedenen Radgrössen verändern. Die kleinsten bedeuten am meisten Reichweite, die größten am wenigsten. Bei der Beschleunigung ist es wohl genau umgekehrt. Beim ID.3 muss es doch allein schon aus physikalischen Gründen genauso sein? Die 3 Varianten vom ID.3 First hätten dann leicht unterschiedliche Reichweite?

    Ist das nun wirklich nur so wenig oder warum wird das nicht thematisiert?

    Ich habe gelesen beim Model 3 zum Beispiel machen jetzt andere (aerodynamischere) Räder wohl fast 10 % mehr Reichweite aus.

    Das ist ja schon ordentlich viel....

    „The future runs on batteries.“ (Elon Musk)

    Einmal editiert, zuletzt von mr.bro ()

  • Beim ID.3 muss es doch allein schon aus physikalischen Gründen genauso sein? Die drei Varianten vom ID.3 First hätten dann leicht unterschiedliche Reichweite?

    Haben sie ganz gewiss. Aber nachdem bislang nur Testautos aus der Nullserie auf der Straße sind, werden die entsprechenden Daten genau jetzt, in diesem Augenblick, eingeholt. Natürlich kannst Du per Computersimulation relativ genau sagen, wie viel Du mit diesem oder jenem Abrollumfang der Räder verbrauchen wirst.

    In der Praxis hängt das aber noch von einigen anderen Faktoren ab, beispielsweise vom Rollwiderstand bestimmter Gummimischungen und Reifenprofile. Eine Ahnung davon bekommst Du, wenn Du die Reifentests, wie sie in den Fachzeitschriften stehen, mal etwas genauer liest. Die Balance zwischen Verbrauch, Fahreigenschaften auch und gerade auf nasser und/oder verschneiter Straße (Bremsweg!) und Allround-Eigenschaften hinzubekommen, ist eine hohe Kunst.

    Und wie gesagt, diese Tests werden mit den ersten serienreifen ID3s derzeit gefahren. Am Ende zieht man dann einen Mittelwert und kann pro Reifenformat einen relativ genauen Durchschnittsverbrauch angeben. Würde VW derzeit Schätzwerte publizieren, wäre das unseriös und die Kunden könnten dem Konzern ganz zurecht aufs Dach steigen, weil er ungenaue Zahlen angegeben hat. Geduld ist das Zauberwort...


    Gruß vom Hans

  • Ein "Upgrade" auf größere Felgen und/oder breitere Reifen wird man definitiv merken (nach dem Motto: Wer schön sein will muss leiden ^^). Ebenso hat man einen geringeren Verbrauch mit Aero-Felgen.


    Meiner Ansicht nach wird die Entwicklung in Zukunft eher wieder in Richtung schmälerer Räder mit entsprechend flachen Felgensternen gehen. Wenn man sich auf der IAA umgeschaut hat, konnte man das z.B. beim Stand von Audi auf fast allen Elektro-Studien erkennen.

  • Wobei vieles nicht halb so heiß gegessen wird wie es gekocht wurde. Ich hatte vor Jahren ein Smart-Cabrio, das mit dem kleinen Dieselmotor steuerlich als Drei-Liter-Auto eingestuft (und damit von der Steuer befreit) war. Die Drei-Liter-Zulassung hatte der Kleine eigentlich nur mit den "Trennscheiben" an der Vorderachse: 135er auf 14-Zoll-Felgen, die für konsequenten Nullkomfort sorgten. Irgendwann hatte ich von dem Gehoppel genug und kaufte mir 15-Zoll-Felgen, auf die dann rundherum 175er Reifen aufgezogen wurden. Ergebnis: Der Fahrkomfort und auch der Geradeauslauf wurden um gefühlt tausend Prozent besser - und am Verbrauch änderte sich NICHTS!!! Real konnte ich den Smart, wenn ich beispielsweise Südtirol im Bummeltempo zwischen 70 und 80 durchquerte, mit echten 2,8 bis 2,9 Litern Diesel fahren. Und in einer dunklen Winternacht schleppte ich mich mit leerem Tank (auch die letzte Anzeigelinse war leer und blinkte warnend) noch über den kompletten Achenpass, bis ich am Tegernsee eine funktionierende Automatentankstelle fand. Irgendwie sagt mir mein Unterbewusstsein, dass es wieder abenteuerlich werden könnte.

    Kennt ihr eigentlich Horst Lünings nettes Video zum Thema "Model 3 leer fahren?" Finde ich witzig, aber auch aufschlussreich...

  • Seit September 2017 fahre ich nun meine BMW i3.


    Meistens hängt man schon früher beim Lader und die Reichweite ist wiederum Geschichte.


    Viele, viele Faktoren ergeben die km - sogar der Reifendruck verändert z.B. die Reichweite.


    Beladung, Fahrbahnbeschaffung, Raddurchmesser, Breite und Gummierung verändert den Rollreibungswiderstand und somit die Reichweite.


    Es liegt also am Fahrzeugkonstrukteur, der Verkaufsberatung und am Fahrzeughalter ein Optimum für eine zufriedenstellende Reichweite zu finden.

    ID.3 Tech Stonewashed Blue 17.Dez.2020 Software 07928)