Reichweite des ID.3?

  • Bei uns wäre das unvorstellbar bzw. das würde sich der Staat nie trauen.

    Was nicht zuletzt an dem Druck liegt, den die Verbrennerlobby nach wie vor auf die Politik ausübt. Ihr habt ja gesehen, wie vergleichsweise folgenlos hierzulande die Sache mit dem Dieselskandal im Sand verlief. Das E-Auto und/oder die Brennstoffzelle zu pushen, traut man sich schon deshalb nicht, weil viel zu viele Entwicklungskosten in der aktuellen Verbrenner-Generation stecken. Wenn man die Konstruktionen alle in die Tonne treten würde, gäbe es für Abermilliarden, die für die Entwicklung ausgegeben wurden, keinen Return of Investment mehr. Und das würden wiederum die Anteilseigner den Autofirmen nicht verzeihen.

    So, wie die Konstellation derzeit ist, wäre ein radikaler Schwenk in Richtung E-Mobilität für die deutschen Autohersteller wirtschaftlicher Selbstmord. Also halten sie, so gut es eben geht, auch die Politik mit mehr oder weniger diffusen Prognosen in der Warteschleife. Warum das in Norwegen anders funktioniert, lässt sich leicht erklären: Da sitzen meines Wissens keine Global Player aus der Automobilbranche, bestenfalls Zulieferer. Deshalb stehen die Regierenden auch nicht so stark unter Druck, das zu machen, was ihnen die größten Arbeitgeber des Landes vorgeben. Kein Ministerpräsident und erst recht kein Kanzler bei uns will das Risiko eingehen, E-Mobilität per Gesetz zu verordnen, denn dann könnten Daimler und BMW sagen: "Schön, dann gehen wir auf Kurzarbeit und bauen Arbeitsplätze ab, weil uns die Gewinne wegbrechen". Das Totschlag-Argument, denn wenn Menschen ihre Arbeit und ihren Wohlstand verlieren, werden sie die Partei, der sie die Misere zu verdanken haben, nicht mehr wählen.

    Von daher ist es eine Illusion, an echte Demokratie zu glauben. Auch in Deutschland herrscht eher eine Art Oligarchie, eine Herrschaft der Wenigen (reichen) über Viele (ärmere). Und nein, ich bin kein Gesellschaftspessimist, ich analysiere nur (wie jeder gute Journalist) Strukturen und Abläufe und ziehe meine Schlüsse daraus. Bei uns wird die E-Mobilität erst dann ihren Durchbruch (wenn überhaupt) erleben, wenn das Verbrennerpotenzial finanziell abgemolken ist. Und das kann noch eine Weile dauern...


    Gruß vom Hans

  • Aber da gibt es noch die EU und die zukünftigen Emissionsgrenzen der Fahrzeugflotten, die lassen sich nur erreichen, wenn die Fahrzeughersteller wesentlich mehr E-Autos verkaufen, die bei dieser Rechnung als 0 Emisionsautos gerechnet werden. Das ist ja auch der Grund warum VW jetzt endlich so massiv in die e-Mobilität einsteigt. So ersparen sie sich einige Millionen an Strafzahlungen. Der zweite Grund ist sich das mit dem Dieselskandal ruinierte Image wieder aufzupolieren!

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    mit Bulli California für den Urlaub 😎 und als Reserve, falls die ID-Software spinnt! 🤕

  • Bei meinem BMW i3 verbrauchte ich bei den fast 37000 km durchschnittlich 14,8 KWh/100km d.h.:


    28 KWh für 189 km Reichweite (WLTP) Sommer und Winter


    VW ID.3 : ungefähr


    45 kWh für 300 km Reichweite (WLTP)

    58 kWh für 390 km Reichweite (WLTP)

    77 kWh für 500 km Reichweite (WLTP)


    Leicht zu erkennen, sogar der kleinste ID.3 wäre für mich schon ein riesen Reichweitenfortschritt.


    Dabei kann man durch gute Vorbereitung gut "Elektrisch" unterwegs sein.

    Meine CCS Ladezeiten dauern kaum 45 min.


    Je größer der Akku, um so länger die Ladezeiten!


    Vielmehr halte ich aber Ausschau auf ein E-Auto mit Anhängekupplung-


    bis dene Ernst

    ID.3 Tech Stonewashed Blue 17.Dez.2020 Software 07928)

  • Aus dem Thread "Inoffizielle Infoseite von VW-ID.3"


    Das ist absolut richtig! Wenn der 58 KWh Akku, auf 390 km bei mittlerer Beladung; 20°C; und 120 Std/km kommt währe ich voll zufrieden.

    Der Elektroantrieb beim ID.3 wird sich im wie in diesem provisorischen Diagramm ähnlich verhalten:


    20200305 250 max.reichweite web.jpg


    Also 70 km/h wären nicht lustig, und man wäre ein Verkehrshindernis, aber die Reichweite wäre überdurchschnittlich optimal.

    Nach meinem Gefühl könnten aber 120km/h am Stück etwas zu viel sein.

    ID.3 Tech Stonewashed Blue 17.Dez.2020 Software 07928)

  • Hallo, Ich muß ein wenig Klugscheißern: Dein Diagramm scheint mir, dass es das Drehmoment eines Stromwendemotors ist.

    Diese Motoren werden aber nicht mehr in E-Autos eingebaut. Ein Drehstrom-Asynchronmotor wurde beim BMW, 2004 verwendet und wird aktuell praktisch nur noch von Tesla im Elekt-ro-Roadster eingesetzt.

    In dem ID.3 ist so viel ich weis, ein Drehstrom-Synchron-Motor eingebaut, der ein fremdgeführtes Drehfeld hat. Bei diesem Motor ändert sich das Drehmoment im gleichen Verhältnis wie die zugeführte Spannung. Daher wird die Regel-Software im ID.3 das Regelfenster begrenzen, oder freigeben, so wie man das (Gas)- Pedal bedient.

  • @khstd


    Der BMW i3s ist Bj 2018 und das Motordiagramm sieht folgendermaßen aus:


    i3s_torque_rpm.jpg

    So ziemlich weit wird das Diagramm des ID.3 Antriebsmotors mit gleichem Einsatz auch nicht entfernt sein.


    Es soll nur eine Frage der Zeit sein, wenn VW über die Händler mit den Original-Daten präsent wird.

    ID.3 Tech Stonewashed Blue 17.Dez.2020 Software 07928)

  • Nun stoppen leider erstmal das Softwareproblem und Corona das Auto. Vor Frühherbst rechne ich mit keinem ID.3 auf der Straße, obwohl ich gerade einmal einen Kilometer von einem großen VW-Händler weg wohne. Und der "Große", den ich gerne hätte, kommt allen ernsthaften Prognosen zufolge sowieso erst 2021. Da gibt es hoffentlich noch die Förderprämie, sonst wird das Auto definitv zu teuer. Weniger Sorgen macht mir, dass Ionity die Preise heraufgesetzt hat, denn die weltfremden 79 Ct/kWh gelten, sofern ich das richtig verstanden habe, nur für das Ad-Hoc-Laden, wenn man keinem Ladeverbund als Kunde angehört. Nachdem VW zu den Mitgründern von Ionity gehört, gehe ich mal davon aus, dass es mit der VW-Ladekarte deutlich preisgünstiger wird. Hat jemand hier im Forum eine und kann von Erfahrungen mit dem Laden bei Ionity berichten? Dass die acht Euro pro Ladevorgang auf Dauer nicht haltbar sein würden, war eigentlich von vornherein klar...


    Gruß vom Hans


    P. S. Laut Auskunft eines VW-Händlers ist der E-Golf inzwischen ausverkauft. Das war für 20.000 Euro unter dem Strich nach Abzug aller Vergünstigungen die wohl billigste Methode, an einen nagelneuen Golf zu kommen. Und wer keine all zu großen Wünsche bei der Reichweite hat, der kommt wohl auch mit diesem Auto gut zurecht. Aber der Zug scheint nun abgefahren zu sein...

  • Sehr schönes Video von nextmove Reichweite in der Todeszone!

    Stephan Möller fährt noch 18 km mit 0% Akku


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  • Verwaister Thread?


    Korrigiere: Hatte hier mit mehr aktuellen Posts zum Thema gerechnet.

    dann fange ich an. Meine Reichweite wäre bei 100% zwischen 375-450 km. Je nach dem wie viel Autobahn ich fahre. Da ich aber bis maximal 90% lade hatte ich noch nie 400 km im Tacho als Reichweite. Das hatte ich bei 84% soc.