Ladeverhalten und Batterielebensdauer: 80% Laden oder doch mehr?

  • Ich bestelle mir in Kürze den ID.3 Tour und möchte diesen täglich zum Pendeln nutzen. In Summe ca. 140km täglich. Weshalb sollte man den Akku nur auf 80% laden und sich somit selbst einiger Kilometer berauben? Realistisch gesehen werde ich wohl alle 2 Tage laden müssen, da 90% Autobahnfahrten mit ca. 130-140km/h sein werden. Was hindert mich daran, den Akku auf 100% zu laden bzw. welchen Nachteil habe ich dadurch?

  • vereinfacht gesagt schadest du dem Akku. Auf 100% würde ich nur laden, wenn man dann auch direkt los fäht und auch nur in Außnahmen, wie Urlaub z.B.


    Ich finde das Bild ganz praktisch, dass der Akku wie ein Parkhaus ist: Je voller, desto länger brauchen die Elektronen einen Platz zu finden und das Unfallrisiko steigt auch noch...
    auf youtube gibt es ein paar sehr schöne Erklärvideos... suche mal nach "bloch erklärt Akku".

    LG Haiko
    seit dem 09.02.2021:
    Māra ist ein (fast) fehlerfreier ID.3 Pro Performance Tech 150 kW, Mondsteingrau mit WP auf 18' Alus (winter/sommer), SW 0792

  • Danke für die Rückmeldung.

    Wie gesagt, ich würde während der Arbeitszeit laden und dann direkt wieder 70km fahren. Also wenn ich jeden zweiten Tag auf 100% lade und dann direkt fahre, sollte es keine Probleme geben?

    Hallo

    Wenn Du das Ladeziel auf deine Abfahrtszeit einstellst, sollte es kein Problem sein. Aber warum auf 100%? Ove ( T & T emobility ) lädt immer bis 90 %. Bis zu einem SOC von 90 % werden keine Schäden am AKKU erwartet. 10 % sind bei unseren ID.3 so um die 35 - 40 KM. Je nach Fahrweise.

    Ich finde auch die Vorwarnung bei 20% ( Anzeige gelb ) etwas zu früh. Bei 10% wird die Anzeige rot. Das macht einige Eigner bestimmt unsicher.=O

    Aber mit jedem Tag wo wir unsere ID.3 nutzen, werden wir, was die Reichweite betrifft, entspannter.


    So meine Meinung......Glück Auf.....Frank 8)


    Noch drei mal schlafen:rolleyes:, dann.........:)

    Elon Musk ist mein Held, alles dauert zwar ein wenig, aber er hält Wort und verändert mit seinen Taten die Welt :!:

    Und für unsere Nachkommen sollten wir etwas tun, dass auch Sie noch eine Lebenswerte Welt haben. :)

  • Wenn der Akku auf 100% aufgeladen wird hat der Akku sehr hohe Zellspannungen, diese sind u.a. mit Verantwortlich für eine Alterung.

    Die allgemeine Regel heisst: 20 /80 dann soll der Akku länger halten bzw. weniger degradieren.

    Wie Heiko schon ausgeführt:)

  • Du solltest dir auf YouTube das Bloch Video über das Akku laden angucken. Das ist sehr gut.
    Der Akku geht ja nicht sofort kaputt wenn du 100% lädst. Es wird halt nur nicht so lange gute Kapazität haben.
    Ein Benziner kann auch 6000 Umdrehungen machen. Hält dann halt keine 200tkm...

  • Hi,

    wenn tatsächlich Schäden zu erwarten sind, warum wird die höhere Ladung nicht systemseitig verhindert?

    Zusätzlich zu der Empfehlung nur 80% zu laden, schützt das System den Akku ja so gut wie es geht.
    Die Ladekurve geht ja auch Systemgesteuert runter. Dazu kommt noch, dass man nur 58kWh Akku nutzt, aber tatsächlich ein bisschen mehr verbaut sein dürfte, ...

    LG Haiko
    seit dem 09.02.2021:
    Māra ist ein (fast) fehlerfreier ID.3 Pro Performance Tech 150 kW, Mondsteingrau mit WP auf 18' Alus (winter/sommer), SW 0792

  • Mir ist das alles sehr suspekt. Ich kenne diese Vorsichtsmaßnahmen auch aus anderen Bereichen. Trotzdem lade ich mein Pedelec (im täglichen Gebrauch) und mein iPhone immer komplett auf. Ich weiß, dass das immer viele Diskussionen verursacht und es liegt mir fern, die eine oder andere Meinung dazu zu hinterfragen. Ich für meinen Teil mache das halt immer so, dass ich die ganze Kapazität nutze und ich habe noch keinen spürbaren Nachteil dadurch erfahren. Natürlich würde ich einen Akku nicht unbedingt voll aufladen, wenn ich ihn monatelang nicht mehr benötige oder lagern möchte.


    Auch vor dem Hintergrund, dass man sich ja eigentlich den gefürchteten Kapazitätsverlust durch diese empfohlene Vorgehensweise faktisch ab Werk selbst schafft, ist das für mich keine Option. Die Angst ist ja offenbar, dass der Akku nach zwei Jahren ständiger Vollladung nur noch 80% Kapazität hat. Das ist dann ja fast wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.


    Aber wie gesagt, wir sollten das Fass jetzt nicht auch noch hier aufmachen. Ich lade jedenfalls ganz normal voll über Nacht und lebe dann halt damit, dass ich in zwei Jahren nur noch 80% Kapazität habe, wenn die Lade-Ängste wirklich begründet sind.

  • Sehr geehrter Greezgram,

    wenn Du diesbezüglich kein Fass aufmachen willst und Du deine eigene Meinung und Handlung dazu hast verstehe ich nicht wirklich weshalb Du es dann hier erneut thematisierst...
    Es ist dein gutes Recht und freie Entscheidung wie du lädst und vor allem ob du die zusätzliche Zeit unterwegs investieren willst die es mehr braucht um von 80 bis auf 100 % zu laden.
    Übernacht zu Hause, da spielt Zeit keine Rolle, mein Arbeitsweg beträgt 80 km Hin- und Rückweg, da Reichen 80 % in der Batterie allemal wenn es der Batteriegesundheit nützt.
    Aber... - nicht falsch verstehen - jeder wie er möchte.

    Gruß aus dem Saarland

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    Die Tabelle zeigt die Brutto und Netto Kapazitäten.

    VW behält sich für die Sicherheit und den Akkuschutz bereits 6-7% der Kapazität ein,

    d.h. was uns als 100% angezeigt wird ist bereits reduziert. Ich werde mir diesbezüglich keinen Kopf machen, insbesondere da ich wie die meisten wohl nach Bedarf lade.
    Bei etwa 350km/Woche hängt das Fahrzeug nicht jeden Tag am Netz und dass man nicht 100% laden soll, wenn das Auto länger nicht benutzt wird hat sich auch schon rumgesprochen.
    Wir fahren aktuell einen 2014 er BMW i3 dieser hat mit 70k km immer noch 92% der ursprünglichen Netto-Kapazität. Deshalb bleibt er auch als Zweitwagen bei uns, wenn der ID.3 geliefert wird.
    Dieser wurde da nur 18,8 kW/h Kapazität, fast täglich und fast immer auf 100% geladen.

    Manche Hersteller haben über die Jahre Akku- Erfahrungen gesammelt und weitere Anteile der Sicherheitsreserve von der Bruttokapazität zur Nuzung freigegeben.

    ID.3 1st Pro Performance, BMW i3, PV-Eigenstrom, go-eCharger

    3 Mal editiert, zuletzt von ID.3-Driver ()

  • Vielen Dank für Eure antworten. Ich bin auch der Meinung, dass bei zu befürchteten Schäden der Hersteller eine Ladung über 80% nicht zulassen sollte. Das die Ladezeit ab 80% deutlich länger wird, damit kann ich leben. Habe auf Arbeit direkt eine Ladesäule und da kann er 8 Stunden tanken.

    Übrigens habe ich nun den 1st Max bestellt, da der Tour wohl erst frühestens im März/April geliefert worden wäre :( Also etwas weniger Akkukapazität, aber sollte dennoch reichen.

    Gestern habe ich eine Probefahrt gemacht und wollte mal den Tankvorgang testen. Pustekuchen. Ich stand vor einer Säule und sollte eine Karte benutzen. Ich hatte keine. Wie läuft sowas praktisch? Wenn mein Auto nur noch 10% Kapazität hat und ich dann irgendeine Säule ohne Karte ansteuere, muss ich doch das Auto irgendwie laden können (VISA, EC ...)!? Gibt es da irgendwo Übersichten oder eine Art Wildcard die an allen Säulen funktioniert?

  • Beim E-Auto muss man sich halt vor größeren Strecken Gedanken um die Ladeorte machen. Ich kann Dir die Webseiten https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ und https://abetterrouteplanner.com/ bzw. die dazu gehörenden Apps empfehlen.

    Bei goingelectric kann man die Ladesäulen anwählen und bekommt alle wichtigen Informationen ! Von wem ist die Säule. Mit welcher Leistung kann geladen werden. Mit welcher Karte kann ich bezahlen oder ist das Laden sogar kostenlos.

    🤩 ID 3 first Pro Performance Plus 😍

    mit Bulli California für den Urlaub 😎 und als Reserve, falls die ID-Software spinnt! 🤕