Ablauf der Leasingrückgabe

  • Hallo zusammen,


    mein jetziges Auto ist mein erstes Leasingfahrzeug. In zwei Tagen steht die Rückgabe an. Dass an diesem Tag ein Übergabeprotokoll erstellt wird, versteht sich von selbst. Wie genau wird typischerweise ein Fahrzeug bei diesem Termin unter die Lupe genommen? Wird das Fahrzeug bzw. die Außenlackierung bei diesem Termin schon in der Werkstatt gut ausgeleuchtet? Sollte es am Tag der Rückgabe auch nur leicht regnen, sieht man feine Schäden im Lack ja überhaupt nicht mehr.

    Es können doch sicherlich nur solche Abnutzungen/Schäden später in Rechnung gestellt werden, die im Übergabeprotokoll vermerkt wurden?


    Eure Erfahrungen würden mir sehr helfen!

  • Hallo,
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  • So sah mein Auto aus 😉 (Foto aus dem Gutachten)


    pasted-from-clipboard.jpg


    Ansonsten gibt es wohl unterschiedliche Aufmerksamkeit beim Gutachten. Ich war nicht dabei, nur mein Verkäufer und der hat eine kleine Delle, die er, aber nicht der Gutachter gesehen hat, für sich behalten.


    Ich war sehr zufrieden, z. B. wurden zwei deutliche Kratzer in der Windschutzscheibe (Sandkörner unter dem Scheibenwischer) nicht beanstandet. Aber wie gesagt, das kann immer so oder so laufen.


    Ergänzung: Ich habe nur eine normale Reinigung selbst gemacht, nichts Professionelles oder tiefer gehendes.

    2021–2025: ID.4 1st Max (2.1, 2.3 OTA, 2.4 OTW, 3.0 OTA/OTW, 3.2 OTW, 3.5.x OTA)

    Einmal editiert, zuletzt von Sunshine ()

  • Eure Erfahrungen würden mir sehr helfen!

    Ich hab das Fahrzeug komplett aufbereiten lassen. Schon bei der Übergabe wurde mit Streifenleuchten nach Beulen gesucht. Guter Gesamteindruck macht aber die Übergaben sehr entspannt. :)

  • Erfahrungen findest du hier zu genüge 😉:

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  • Erfahrungen findest du hier zu genüge 😉:

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    Die Suchfunktion ist ja grundsätzlich eine gute Sache. Das Vorkommen des Suchbegriffs hilft aber nur sehr bedingt, wenn es eigentlich um Inspektionen, Ganzjahresreifen oder die THG-Quote geht. Einen einschlägigen Thread, der Intensität oder Umfang der Prüfung beim Rückgabetermin beleuchtet, fand ich leider nicht.

  • Es können doch sicherlich nur solche Abnutzungen/Schäden später in Rechnung gestellt werden, die im Übergabeprotokoll vermerkt wurden?

    Das Fahrzeug wird nach deiner Rückgabe von einem Gutachter angeschaut. Bei meiner ersten Leasingrückgabe war ich dabei anwesend um mir das mal anzuschauen. Bei allen anderen danach nur abgegeben. Autos vorher immer gewaschen und gesaugt, aber nicht aufbereiten lassen. Einmal stand das Auto bei Abgabe im Regen und das hat man auf den Gutachterfotos dann auch gesehen (dass das Auto nass war). Der ID.4, den ich im November zurückgegeben habe, wurde z.B. erst 2 Wochen später begutachtet. Läuft also nicht immer gleich ab.

  • Also mein ID4 wurde Anfang des Jahres zurückgegeben. Der Verkäufer meinte das Kratzer an der Innenseite des Kofferraums auf jeden Fall in Rechnung gestellt wird.

    Der ID wurde von allen Seiten , auch von unten begutachtet. Es wird sogar Lackdickenmessungen durchgeführt, ich hatte einen Kratzer in der Heckklappe der nachlackiert wurde. Das wurde erkannt aber nicht bemängelt.


    Letztendlich bekam ich ein 14 seitiges Gutachten in dem aber nichts bemängelt, und in Rechnung gestellt wurde.


    Vor drei Jahren bei meinem Caddy lief das anders, da wurden im ersten Durchgang Schäden in Höhe von über 5000€ festgestellt. Nachdem ich dann einen eigenen Gutachter ins Boot geholt hatte, reduzierte sich der Schaden auf 400€ .



    Viele Grüße

    VW ID7 Tourer

    Komfortpaket , Assistenzpaket IQ Drive, Exterieurpaket, Design Paket Black Style, Interierpaket „Plus“, AHK


    Mini E


    Photovoltaikanlagen:

    Haus 9,3 kw/p incl. Tesla Powerwall 2

    Carport 6,5 kw/p mit SolarEdge Wechselrichter mit integrierter Wallbox

    Wallbox openWB series2 standard+

  • Ich habe bei meiner ersten Leasingrückgabe gleich schlechte Erfahrungen gemacht.


    Ich würde nächstes Mal unbedingt bei der Begutachtung dabei sein wollen und mich mit den Leasingrückgabe-Schadenskatalog von VW bewaffnen!

    Ich konnte es vor 6 Wochen leider nicht einrichten und habe das Auto einfach abgegeben. Der Gutachter vom TÜV hat dann einen kleinen Steinschlag in der Ecke der Windschutzscheibe (bei der FIN) als "mit Riß und daher Scheibentausch nötig" vermerkt, sowie einen Kratzer in einer hinteren Tür, den ich selbst am Tag vorher nicht gesehen habe. Die sehr schlechten Fotos im Gutachten taugen nicht dazu, das zu beurteilen. Der Kratzer ist z.B überhaupt nicht zu erkennen. Ein Riß beim Steinschlag auch nicht, keine Nahaufnahme. Das Gutachten insgesamt ist eigentlich eine Frechheit, weil die Schäden miserabel dokumentiert sind.


    Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich beide Dinge wohl mit dem "Schadenskatalog" wegdiskutieren können.

    So musste ich 1400 € zahlen. Die Windschutzscheibe, die den Löwenanteil ausmacht, wird mir hoffentlich die Teilkasko noch ersetzen, das läuft noch ... aber da ich keine Reparaturrechnung dazu habe, ziert sich die Versicherung etwas ...

    September 2021 bis März 2022 einen ID.3 ProP im Abo.

    Ab März 2022 für 4 Jahre im Leasing einen ID.3 ProP.

    Seit März 2026 für 4 Jahre im Leasing einen Cupra Born Edition Dynamic 60 kWh.

  • In zwei Tagen steht die Rückgabe an. Dass an diesem Tag ein Übergabeprotokoll erstellt wird, versteht sich von selbst. Wie genau wird typischerweise ein Fahrzeug bei diesem Termin unter die Lupe genommen? Wird das Fahrzeug bzw. die Außenlackierung bei diesem Termin schon in der Werkstatt gut ausgeleuchtet? Sollte es am Tag der Rückgabe auch nur leicht regnen, sieht man feine Schäden im Lack ja überhaupt nicht mehr.

    Es können doch sicherlich nur solche Abnutzungen/Schäden später in Rechnung gestellt werden, die im Übergabeprotokoll vermerkt wurden?

    Bin mir nicht sicher, wie du das meinst.


    Bei mir gab es nur das Gutachten und kein "Übergabeprotokoll". Habe das Auto auf den Hof gestellt, Schlüssel abgegeben und das war's im Prinzip. Das Gutachten war dann Tage später, Ergebnis kam per Mail.

    Ein Übergabeprotokoll zwischen Händler und mir (eine Art "Zwischengutachten") gab es nicht und ich weiß nicht, ob es das überhaupt gibt.

    ID.4 since 2001. 2.3 -> 2.4 -> 3.0 -> 3.1 -> 3.2 -> 3.7 -> 3.8 -> (Leasingwechsel) 5.6

  • ...mir hoffentlich die Teilkasko noch ersetzen, das läuft noch ... aber da ich keine Reparaturrechnung dazu habe, ziert sich die Versicherung etwas ...

    Der Leasinggeber berechnet hier fiktiv den Minderwert und nicht die angefallenen Reparaturkosten.
    Als Leasingnehmer hast Du für den tatsächlichen Wertverlust aufzukommen, der über normale Gebrauchsspuren hinausgeht.
    Für Deinen Vertrag mit der Leasinggesellschaft ist der Unterschied fiktiv / angefallen akzeptabel - für Deine Versicherung wird es ohne Rechnung schwer, weil es keine fiktive Abrechnung bei Glasbruch gibt.

    Im Normalfall kannst Du entweder eine bezahlte Rechnung vorlegen oder die Scheibe wird auf Kosten der Versicherung getauscht.


    Die Leasing hat eine Forderung aus dem Leasingvertrag an Dich - diese kannst Du offiziell nicht an die Versicherung abtreten.

    Biete der Leasing an, das Fahrzeug auch jetzt noch (!) selbst reaprieren zu lassen und mit einer neuen Scheibe abzugeben.

    Wenn das nicht möglich ist, bezweifele den "notwendigen" Austausch der Scheibe und versuche den angesetzten Minderwert deutlich zu korrigieren.

    Ich hatte das bei einer Felge die angeblich defekt war und komplett getauscht werden sollte.
    Ich habe darauf bestanden, dass mir die defekte Felge dann gegen Ersattung der Versandkosten ausgehändigt wird, weil ich sie ja bezahlt hätte.
    Daraufhin haben wir die Forderung deutlich unter 50 % gedrückt, damit konnte ich dann leben, das waren ein paar Euros mehr als eine fachmännische Felgenreparatur. :)

  • Ein Übergabeprotokoll zwischen Händler und mir

    Es gibt einen Beleg, wann (Tag, Uhrzeit) und mit welchem Kilometerstand das Auto abgegeben wurde.

    2021–2025: ID.4 1st Max (2.1, 2.3 OTA, 2.4 OTW, 3.0 OTA/OTW, 3.2 OTW, 3.5.x OTA)

  • Ein Übergabeprotokoll zwischen Händler und mir (eine Art "Zwischengutachten") gab es nicht und ich weiß nicht, ob es das überhaupt gibt.

    Richtig. Das machen die Händler nicht. Die würden sich da ja nur Haftung bzw. Diskussionen ans Bein binden.


    Die Leasing hat eine Forderung aus dem Leasingvertrag an Dich - diese kannst Du offiziell nicht an die Versicherung abtreten.

    Biete der Leasing an, das Fahrzeug auch jetzt noch (!) selbst reaprieren zu lassen und mit einer neuen Scheibe abzugeben.

    Wenn das nicht möglich ist, bezweifele den "notwendigen" Austausch der Scheibe und versuche den angesetzten Minderwert deutlich zu korrigieren.

    Danke für den Tipp, ich werde heute noch mit der Versicherung telefonieren, um eine Entscheidung zu bekommen, und dann ggf. mit der VWFS.

    September 2021 bis März 2022 einen ID.3 ProP im Abo.

    Ab März 2022 für 4 Jahre im Leasing einen ID.3 ProP.

    Seit März 2026 für 4 Jahre im Leasing einen Cupra Born Edition Dynamic 60 kWh.

    Einmal editiert, zuletzt von Elektroniker () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Elektroniker mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • 2 Fragen:

    a) Habt ihr kein mulmiges Gefühl, ein Auto lange vor Begutachtung abzugeben an dem noch Schäden entstehen können? Da muss ja nur einer mit nem Schlüssel in der Hand über den Hof gehen und ihr habt das Problem.

    b) Worauf prüft denn der Gutachter eigentlich? Wenn er vom TÜV kommt, dann nimmt er doch wahrscheinlich nur Schäden auf, übergibt sein Gutachten an den Leasinggeber und der Leasinggeber schaut (hoffentlich) in seinen Schadenskatalog nach, ob er eine Rechnung stellen kann. Also prüft der Gutachter einfach neutral oder direkt auf den Schadenskatalog von z.B. VWFS?

  • zu 2a: Schon, aber die Rückgabe war abgesprochen – logisch – und das Gutachten dementsprechend ebenfalls schon zeitnah terminiert. Da ich keine Garage habe, kann mir auch vor dem Haus jemand das Auto beschädigen.


    zu 2b: Bei mir war es jemand von der DEKRA. Die Wertmindernden Faktoren waren direkt im Gutachten ausgewiesen. Das wurde dann von VWFS geprüft und bestätigt.


    Bildschirmfoto 2026-04-13 um 11.37.56.png

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    2021–2025: ID.4 1st Max (2.1, 2.3 OTA, 2.4 OTW, 3.0 OTA/OTW, 3.2 OTW, 3.5.x OTA)

  • Uff, danke für den Auszug. Die Schadensbeschreibung "Kratzer" ist ja schon fast unverschämt in einem Protokoll, wenn der Schadenskatalog für den Kunden so aussieht: https://schadenkatalog.vwfs.de/felgen.html

    Funfact: Im Schadenskatalog wird das Wort "Kratzer" nur in der linken spalte unter "Akzeptierter Gebrauchtzustand" verwendet :D

    Noch absurder ist ja der Hinweis zu glanzgedrehten Felgen. Bei dir scheinen sie ja plötzlich doch "reparabel" zu sein ;)

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