TÜV bestanden obwohl "Anteil ist" unter "Anteil MIN" ist. Warum?

  • Hallo,

    wir haben einen gebrauchten ID4 gekauft und werden diesen nun bald vom VW Händler bekommen.

    Wir haben nun für die Anmeldung den TÜV Bericht bekommen.
    Dort steht als Ergebnis "ohne festgestellte Mängel".
    Was ich nicht ganz verstehe ist, dass bei der Betriebsbremse 1. Achse der "Anteil ist" mit 41,7% unter dem "Anteil MIN" (48%) ist. (siehe Bild)

    Bei der Betriebsbremse 2. Achse ist der Anteil ist deutlich über dem Anteil MIN.

    Ist das Ergebnis normal oder bedeutet das, dass die Bremse der Vorderachse nicht ausreichen ist? Müssen beiden Bremsen zusammen einen minimalen Wert erreichen? Ich dachte immer jede Bremse für sich.

    Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe

  • Hallo,
    schau mal hier: hier klicken (Anzeige). Dort findet man vieles zum VW ID.

  • Ich schätze, das steht im Zusammenhang mit dem Vermerk darunter - Schnee/Nässe zum Testzeitpunkt.


    Mfg

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Habe ich mich auch gefragt, allerdings stand das Auto ja eigentlich nur beim Autohaus auf dem Hof und wurde dann auf den Prüfstand gefahren und ist die Bremswirkung einer feuchten Bremsscheibe wirklich so viel schlechter?

  • Hallo!



    Spannend ist auch, dass er den Zielwert für die Vorderachse nicht annähernd erreicht.


    Wenn ich die Tabelle richtig verstehe, soll er bei 63,75 bar 786 daN an der VA bremsen. Bremst aber nur 374 daN.


    Das ist grad die Hälfte des Nötigen. Da die Bremskraft langsam gesteigert wird, muss die Scheibe da aber längst trocken sein.


    Laienmeinung: Bremse kaputt und mit Feuchtigkeit schöngeredet.


    Wenn Du ihn bekommst am besten ohne jemanden zu gefährden freibremsen. Besser noch, das das Autohaus machen lassen. Und dann direkt zum ADAC oder zu nem anderen Tüv und nachmessen lassen.




    (Interessehalber: welches Fahrzeuggewicht steht auf dem Bericht?)


    PS: ich dachte, der VW kann den Druck nur in ganzen bar ausgeben. Woher hat der Prüfer die ,75???

    Einmal editiert, zuletzt von fefe () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von fefe mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Vielen Dank auch für deine Meinung.
    Ich werde definitiv morgen bei der Abholung das nochmals ansprechen und mir die Aussage eventuell auch schriftlich geben lassen.
    Laut Aussage des VW Autohauses bekomme ich ja zudem "VW Gebrauchtwagen Garantie 360", die anscheinend noch strengere Kriterien als der TÜV hat. Da sollte ja dann auch noch ein Bremstest gemacht worden sein.
    Als "zGM" sind oben im Bericht 2480kg angegeben. Das einspricht der Angabe in beladenem Zustand im Fahrzeugschein. Ist das die Angabe, die dort normalerweise angegeben wird?
    Ich kenne mich da wie man sieht leider gar nicht aus. Sind die 63-64bar denn normal? Ist die Abweichung bei der Feststellbremse links/rechts normal?

  • Bei einer elektronischen Festdtellbremse sind laut Gesetz 10 links 100 rechts erlaubt, falls er angibt, dass die Räder blockiert haben...

    Aber Deine hätten sogar nach der alten (50% vom höheren) bestanden. -> OK. Allerdings sollten die 341÷2.480 =14% eigentlich 16% sein... aber mit blockieren laut Gesetz bestanden.


    (

    Jetzt kommt eine Hypothese (da mir noch keiner bestätigen konnte, dass der BAR-Wert vom ID eigentlich ein %-Wert ist:

    (374÷0,6375+682÷0,83)
    ÷2.450 = 57,5% was nicht den geforderten Z-Wert von 58% erreicht.

    )


    Was aber egal ist, da ohnehin schon, wie oben besprochen, der von VW geforderte Mindestwert 786 daN bei 63,75 Pedal nicht erreicht wurde.


    Und wenn er jetzt mit rutschiger Rolle argumentiert: Dann hätte der Prüfer weniger stark bremsen müssen. Bei meinem Buzz hat er z.B. nur bis 30 Pedalwert gebremst und da war 450 daN das Ziel...


    Viel Erfolg!

  • Nicht vergessen, daß moderne Autos heute elektronische Bremskraftverteilung haben und zb tendenziell zuerst die Hinterachse hauptsächlich gebremst wird. Im Vordergrund stehen bei den regelungen Brems- und Fahrverhalten stabilisieren, dynamischeres Fahrverhalten und verbesserter Komfort (Nickbewegeung, Eintauchen der Vorderachse). Dabei überwachden die Systeme permanent das Fahrverhalten, Verzögerung , Geschwindigkeit, Lenkwinkel. Bremspedalposition, angeforderte Bremswirkung etc und regeln innerhalb Sekundenbruchteilen... Die systeme verhalten sich auf dem Prüfstand anders als konventionelle rein mechansiche Bremsen. das ist dem TÜV Prüfer und der Software vermutlich bekannt und deshalb wird zb eine geringeren Bremswirkung an der Vorderachse als iO bewertet. Vielleicht wäre es anders, wenn man das Auto in einen prüfstandsmodus versetzz

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